13. Oktober 2014

Ende des Whisky-Booms?

Der Whiskyexport nach China hat sich im ersten Halbjahr 2014 fast halbiert – das ist für die großen Konzerne wie Diageo und Pernod Ricard alarmierend.  

Wenn die Wirtschaft schwächelt, dann spart man zuerst am „Luxus“ und dazu gehört zum Beispiel in China neben dem Glückspiel dann auch der Whisky. Wenn gleichzeitig noch eine Antikorruptionskampagne gestartet wird, dann ist es auch mit den kleinen Geschenken vorbei, wo eine „gute Flasche“ dabei helfen konnte, Prozesse in der Verwaltung zu beschleunigen... 

Dieser Einbruch könnte für die Konzerne ein Problem werden, wenn die hohe Nachfrage in Indien die Lücke nicht füllt. Andererseits war der Bedarf vom indischen Markt sicher auch schon in den Prognosen eingerechnet.
 

Viele Brennereien in Schottland haben in den letzten Jahren ihre Kapazitäten deutlich erhöht, um die steigende Nachfrage nach Scotch Whisky in den neuen Boom-Märkten (China, Indien und Russland) befriedigen zu können. Dabei geht es in erster Linie um Blended Whisky, aber auch um den Markt für teure Single Malt Scotch Whiskies. 


Wohin mit den Überkapazitäten?


Kurzfristig lässt sich der abrupte Nachfragerückgang sicher durch Drosseln der Produktion regeln, aber sollte die Flaute länger andauern, wird man nach anderen Kanälen für die hohen Bestände suchen:
  • Ein Traum wäre es, wenn wieder mehr Whisky an unabhängige Abfüller ginge :-)
  • Und ein Albtraum, wenn es wie in den 80ern ein neues Destillerie-Sterben gäbe...
Ich werde den Trend weiter beobachten und auf gute Fasseinkäufe hoffen!

Slainte

Quelle:
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1 Kommentar:

Michel hat gesagt…

Sehr schön geschrieben ....

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