27. August 2011

Helikopter Whiskytasting in der Schweiz

Und wieder einmal gab es auf ca. 4.000 Meter eine Überraschung – ich hatte es nach den Erfahrungen der letzten Jahre auch schon fast erwartet. Aber der Reihe nach:

Die Vorausscheidung für das alljährliche Höhentasting der „Smallest Whisky Bar on Earth“ (SWBOE) fand wieder am Freitag (19.8.11) vor dem eigentlichen Abheben statt.

7 Whiskies und ein Rum mussten blind gegeneinander antreten und nur die 3 Whiskies mit den meisten Punkten (der Rum trat außer Konkurrenz an) durften am Samstag mit in den Heli. Mit etwas mehr Egoismus (ich hatte meiner eigenen Abfüllung zu wenig Punkte gegeben) hätte ich es mit meinem Glengoyne wohl noch so gerade ins Finale geschafft – aber so sind

  • der Bunnahabhain von (C&S), 
  • der Glenlivet 21 Jahre und
  • der "Namenlose Whisky" aus der Schweizer Destillerie Locher
zum Rundflug über die Engadiner Bergwelt gestartet.


Vorbereitungen


Für das Tasting hat die SWBOE extra ein „Tastingboard“ anfertigen lassen, damit man während des Fluges die Hände frei hatte und etwaige "Schräglagen" ausgleichen konnte – ein gewaltiger Aufwand, aber es hat prima funktioniert. Mal schauen, ob Detlef sich das Teil patentieren lässt?


Wer war der Gewinner?

Wie im letzten Jahr war es wieder der Schweizer Whisky (ich glaube, der wird extra so destilliert und gelagert, dass er ab 2.000m sein bestes Aroma entwickelt. Ich wüsste nur zu gerne, wie der Vergleich ausginge, wenn er auf Meereshöhe oder in den Schottischen Highlands gemacht würde… ;-)

Das Flugwetter war einmalig und wir hatten trotz des Whiskies (nein, wir waren nicht benebelt!) eine einmalige Aussicht auf die Berge um Samedan und St. Moritz!

Wieder einmal hat sich Detlef Sommer für uns etwas ganz besonderes einfallen lassen. Die Latte liegt buchstäblich immer höher und es wird somit für 2012 bestimmt nicht leicht, eine Steigerung für uns „Taster“ zu organisieren. Lassen wir uns überraschen!

Slainte und vielen Dank nochmals an den Organisator!





18. August 2011

Whisky in the Sky...

Nach früheren Höhen-Tastings auf über 3000m auf dem Piz Umbrail (2008) und dem Piz Corvatsch (2009) ging es letztes Jahr *in* den Berg zum Whisky Blind Tasting:


Start war das Kraftwerk Palü, wo es dann mit der „Puschlaver Geisterbahn" entlang der Druckleitung – im(!) Berg – steil in die Tiefe ging.

Diesmal will die “Smallest Whisky Bar on earth” in Samedan noch höher hinaus, und zwar mit einem Helikopter – also sozusagen ein „Blind Heli Tasting“.

Ich bin diesmal mit meinem TWC Glengoyne von 1997 dabei – einem Sherry first fill. Hier die Tasting Notes (erstellt auf ca. 360 m ü.NN. – der Geschmack verändert sich ja erfahrungsgemäß in der Höhe etwas):

Glengoyne (TWC) 1997 - 13 Jahre
53,8%vol., Sherry first fill

Aroma:         Sherry (kein Wunder), Fudge und dunkle Schokolade
Geschmack: schwere Sherrytöne (sehr ölig), schwarzer Tee mit einem Tropfen Milch
Nachklang:  die Sherrysüße bleibt lange am Gaumen und recht wenig Holz

Ich bin schon gespannt, wer dieses Jahr der Lieblingswhisky der Teilnehmer wird und hoffe, dass mein Glengoyne unter die Top 3 kommt (also in den Helikopter ;-))

Slainte und auf in den Himmel über dem Engadin

12. August 2011

Mein Sommerwhisky 2011: Glen Grant von 1991

Da der Sommer dieses Jahr nicht so richtig mitspielen will, ist es wohl kein Zufall, dass mein neuester Sommerwhisky auch einen Hauch von Herbst hat - oder vielleicht spielt mir das Unterbewusstsein bei den geschmeckten Aromen einen Streich?

Jedenfalls finde ich, dass mein neuer Glen Grant eine schöne fruchtige Seite hat – sehr angenehm als Aperitif (wenn es denn doch noch etwas wärmer werden sollte). Daneben bringt er aber mit Orangenschale auf Anisplätzchen vorsichtshalber auch Anklänge vom Herbst mit.

Mit seinen 54,9%vol. ist er schön wärmend und lässt dann auch mal einen Augustabend bei 14°C leichter ertragen.

Tastingnotes Glen Grant (TWC) 1991
19 Jahre, 54,8%vol. ex Bourbon barrel

Aroma:        Marmelade (Orangenschale), frisch fruchtig, Vanille und Anisplätzchen
Geschmack: Creme Brulée, sehr weich und rund. Am Ende kommt ein Hauch Süßholz an den Gaumen
Nachklang:  lang anhaltend und einer optimal eingebundenen Eiche

….und wenn es mit dem Wetter so weitergeht, habe ich schon einmal vorgesorgt und einen Bowmore abfüllen lassen. Der soll Anfang September in Deutschland sein und für noch mehr Wärme ;-) sorgen….

Slainte