Die Frage, wie man dieses "Slyrs" richtig ausspricht, stelle ich mir schon seit geraumer Zeit und konnte sie jetzt endlich vor Ort klären:
ganz einfach „SCHLIERS“
Aber darauf hätte ich eigentlich auch selber kommen können – schließlich liegt sie ja am Schliersee.
Seit 1999 wird in der von Grund auf neu erbauten Destillerie produziert, aber bisher ausschließlich als „3Jähriger“ deutscher Whisky vermarktet.
Die eigenen Fässer (man verwendet keine gebrauchten Bourbon- oder andere Fässer) werden dann neu befüllt und 12 Jahre gelagert. Ab 2015 soll es dann erstmals auch einen 12jährigen Slyrs geben.
Den „Slyrs 3 Jahre“ habe ich inzwischen schon ein paar Mal probiert, aber ich konnte mich für den etwas obstlerartigen, scharfen Geschmack nicht so begeistern. 2015 werde ich dem ersten 12jährigen Slyrs aber bestimmt noch eine Chance geben.
Auch wenn mir persönlich der Geschmack nicht so zusagt (so etwas gibt es natürlich auch bei einigen schottischen Whiskies...), so muss ich doch den Hut vor der 1A Marketingleistung ziehen.
Die Destillerie-"Tour" ist für Besucher optimal aufgebaut:

Auf der einen Seite steht die Maische & Fermentation und gegenüber die Destillation – der Besucher wandelt in der Mitte.
Das offene Lager ist gleichzeitig der Verkostungsraum und die „Kostproben“ werden auf einem schicken Degustationsbrettchen gereicht, während man beim Probieren auf das Fasslager hinunter schaut (das momentan noch für die gesamte Produktion reicht – geschätzte 700 Fässer) – eine tolle Atmosphäre!
Davon können etliche Destillerien in Schottland noch etwas lernen!
Tasting Notes: Slyrs 2006, 3 Jahre, 43%vol.
Nase: sehr fruchtig (schon fast wie ein Obstler oder auch „new make“), Heu und leicht malzig
Geschmack: etwas Heu und recht trocken am Gaumen, pfeffrig und eine deutliche Holznote
Nachklang: mittel lang und trocken
Slainte und bis 2015 am Schliersee