9. Juli 2010

Single Malt Whisky in Moskau: nur für Reiche?

Vor kurzem war ich wieder einmal in Moskau und habe dabei natürlich auch in den dortigen Whisky-Regalen gestöbert.

Das Angebot ist immer wieder bemerkenswert - genauso wie die Preise:

Wo sonst sieht man eine Cadenheads Abfüllung von einem Bladnoch aus dem Jahre 1965 (17 Jahre alt, 46%vol.) für umgerechnet 1.500€ ?? (und ich gehe davon aus, dass sie zu diesen Preisen auch tatsächlich verkaufen.)

Klar, sind da jede Menge Steuern und Zölle drauf, aber die Händlerspanne dürfte trotzdem beachtlich sein. Wenn es doch nur leichter wäre, Whisky in Russland zu verkaufen... ;-)

Das ist jetzt nur ein Beispiel für eine Single Malt Spezialität, aber bei den Standardabfüllungen sieht es auch nicht „günstiger“ aus:
Da steht die  Original 10 Jahre Glenfarclas Abfüllung schon mal für knapp unter 100,-€ im Supermarkt (in Deutschland kann man die schon für ca. 30,-€ bekommen).

…und diese Preise gelten trotz einer noch immer spürbaren Wirtschaftskrise in Russland:

Seit Beginn der Krise Ende 2008 soll der Markt für die die großen Brands wie z.B. Chivas und Johnny Walker im Bereich Blended Whisky laut einem Bekannten aus der russischen Spirituosenwelt zwischen 40 und 70% zurückgegnagen sein, und er hofft, das Tal jetzt im Sommer durchschritten zu haben.

Bei der obigen Preisgestaltung ist es meiner Meinung nach aber kein Wunder, wenn die Konsumenten inzwischen wieder auf Vodka umgestiegen sind.

Na Sdorowje!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Na, da kann man doch froh sein, hier in D guten Whisky für noch überschaubares Geld zu bekommen...die Überschrift Deines Artikels müsste auch nicht mit einem ? sondern mit einem ! versehen sein.

Grüße

Martin

Whisky-Igel hat gesagt…

Hallo Martin,
das mit dem ! hatte ich auch vorgehabt, aber vielleicht geht es in China und Indien noch teurer? Vielleicht kann uns mit der Antwort jemand helfen.
Gruß
Thomas

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