1. März 2010

Whisky „Alt“ gegen „Neu“ - Teil 1/3

Dass Whisky sich mit zunehmender Reifung verändert, ist ja eine seiner Besonderheiten - aber dass auch das Jahrzehnt seiner Herstellung den Geschmack beeinflusst, ist vielleicht nicht jedem auf Anhieb bewusst.

Über den besonderen Charakter von derartigem altem Whisky habe ich schon geschrieben und es gibt dazu auch durchaus kontroverse Meinungen.

Letzte Woche habe ich den Whiskyclub Luzern für eine Testreihe zu diesem Thema gewonnen und wir haben 3 Whiskypärchen von damals und heute blind verkostet.

Dabei ging es darum, herauszufinden, welcher Whisky den Teilnehmern am besten mundet und welche Unterschiede sie feststellen. Bei dem Vergleich habe ich versucht, dass Alter, den Fasstyp und die Alkoholstärke nicht zu stark abgewichen sind.

Beginnen wir mit dem Gewinnerpaar des Abends:

Whisky des Abends mit 8 von 17 Stimmen

Dalmore 12 Jahre 43%vol. 0,75l
 - alte Abfüllung - 

Nase: Sherry, Aprikosen, Malzbrot und ein hauch süßer Pfeifentabak
Geschmack: ein sehr runde malzige Süße, Orangenmarmelade
Nachklang: lange anhaltend mit einem Hauch süßer Lakritze




Whisky Nr. 2 des Abends mit 4 Stimmen

 Dalmore 12 Jahre, 0,7l 
 - aktuelle Abfüllung (gekauft 2010) - 

Nase: Sherry, Malz, sehr weich und ein Anflug von Eichentönen
Geschmack: Malzige Süße, ein hauch Orange (Marmelade), Honig, Vanille und Heidekraut
Nachklang: lang mit einer leichten Rauchnote


Nachdem alle Whiskies verkostet waren gab es eine längere Diskussion und es war nicht leicht, zu einer klaren Entscheidung zu kommen. Aber insgesamt kamen wir zum Schluss, dass „Dalmore“ es besonders gut verstanden hat, seinen typischen Geschmack über die Jahre beizubehalten.

Demnächst hier mehr zu den Besonderheiten der verbleibenden "Whiskypaare", einem Aberlour und Dufftown....

Slainte

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