19. Oktober 2009

Tabak & Feuerwasser

Whisky-Tastings gibt es ja in den unterschiedlichsten Varianten. So biete ich bei meinen Whisky-Tastings vom Einsteiger-Seminar über Raritäten- oder Blind-Verkostungen und Whisky-Dinner auch Kombinationen mit Schokolade oder anderen "Genussmitteln" an.

Letzte Woche haben wir beim Treffen der XING „Frankfurt Smokers Night“ einige exzellente Zigarren mit einer Auswahl von Springbank Single Cask Abfüllungen kombiniert. *

Whisky-Zigarren-Experiment

Bei diesem Vergleich wollten wir herausfinden,
wie stark unterschiedliche Whiskies bzw. ihre enstsprechende Fass-Reifungen im Vergleich überhaupt noch "durchschmecken", wenn man sie zu einer Zigarre trinkt.

Dazu probierten wir zu den Zigarren 4 Springbank Einzelfassabfüllungen von 1998 – jeweils im Bourbon, Sherry, Port und Rumfass gereift.

Bei den 18 Testern gab es kein eindeutiges Fazit zu den Faßtypen, außer, dass die Whiskies in Fassstärke in Kombination mit der Zigarre zu „spritig“ waren.


Runter mit dem Alkoholgehalt


Die nachgereichten 46%vol-Abfüllungen – 17jähriger TWC Glen Grant (Sherry refill cask) und 18jähriger TWC Linkwood (Bourbon cask) – waren schließlich die „Gewinner“ des Abends, was man auch am späteren Füllstand der Flaschen gut ablesen konnte: sie waren leer.


Ich liebe zwar meinen Whisky eigentlich in Fassstärke, aber selbst als nur gelegentlicher Zigarrenraucher musste ich mich dem Trend anschließen: beim Rauchen runter mit der Alkoholstärke.


Besonders erwähnenswert bei diesem Whisky-Zigarren-Tasting ist noch der Veranstaltungsort:


Die Venusberg Bar bietet neben Drinks und gelegentlichen Veranstaltungen eine außergewöhnliche Sammlung erotischer Kunstwerke, die woanders wahrscheinlich gegen Eintritt in einem Museum zu finden wären. Hier kann man die Ausstellung auch einmal bei einem Glas Wein betrachten.


Slainte


* Rauchen - ebenso wie übermäßiger Alkoholgenuss - gefährdet die Gesundheit und soll hier keinesfalls verherrlicht werden. Es handelte sich um eine geschlossene Veranstaltung.

5. Oktober 2009

Springbank – Distillery of the year 2010

Bei Springbank machte man schon immer alles anders, und nur so lässt sich wohl erklären, dass man von ihrer Wahl zum "Distiller of the Year 2010" sowie Peter Currie's Ernennung zum Young Whisky Ambassador of the Year nur über Umwege aus einem Lokalblättchen bzw. -Forum erfährt - aber kein Wort von ihnen selbst...


Aber so sind sie eben – immer ein bisschen gegen den Strom – nicht nur als einziger Hersteller, der traditionell noch alle Produktionsschritte von A-Z selbst durchführt. Darum freut mich diese gute Nachricht nach den Turbulenzen der letzten 1 - 2 Jahre (Produktion für Monate eingestellt, Entlassungen, viele neue Abfüllungen trotz der Probleme, erste offizielle Glengyle-Abfüllung usw.).

Dass mir Springbank gefällt, sieht man an meinem allzeit-Lieblingswhisky, aber auch daran, dass ich aktuell gleich drei eigene Springbankabfüllungen im Programm habe:

1998er Springbank Single Cask Abfüllungen jeweils aus einem
  • Sherry-,
  • Port- und
  • sehr seltenem Rumfass
(Tastingnotes siehe früherer Post).

Und gerade vor kurzem hatte ich dann noch das Glück, ein Springbank-Fass von 1993 von einem Privatinvestor angeboten zu bekommen. Da habe ich nicht lange überlegt und zusammen mit ein paar Whiskyfreunden zugegriffen. Die Fassprobe ist schon sehr verführerisch, aber wir sind uns einig, dass er noch 4-5 Jahre reifen sollte (vielleicht können wir ja an den legendären 21jährigen Springbank anknüpfen – lassen wir uns überraschen).

Jetzt hoffen wir Springbankfreunde, dass es besonders nach der Auszeichnung für die hervorragenden Abfüllungen aus diesem Jahr mit der Destillerie weiter nach oben geht.

Jedenfalls muss ich jetzt nicht befürchten, letztes Jahr bei Springbank Berge von Gerste umsonst geschaufelt zu haben! ;)

Ich bin gespannt, ob es in der nächsten Ausgabe vom Whisky Magazine mehr Details gibt.

Slainte