10. Juli 2009

Streik der Whisky Arbeiter bei Diageo?

Der Spirituosengigant will in der florierenden Whiskyindustrie bis zu 900 Jobs streichen und es wird vermutet, dass die Abfüllanlagen und Verpackung ganz aus Schottland verlagert werden könnte. Diese Drohung soll schon einige Jahre über den Anlagen schweben.

Im Scotsman geht man sogar noch einen Schritt weiter und stellt sich die Frage, ob die Schließung von der Kilmarnock Abfüllung - die immerhin die Wiege von Johnnie Walker war - nicht zum „Ruin“ des Scotch Whisky Images führen wird.
Wenn man den Artikel liest, fühlt man sich sofort an „Braveheart“ erinnert – ein schottischer Aufstand?

Schade, dass nur die Lagerung von Whisky in Schottland vorgeschrieben ist, aber nicht, wo er abgefüllt wird. Der nächste Schritt könnte sein, dass der Scotch Whisky irgendwann einmal in 20.000l Tankcontainern zum Abfüllen durch die Weltgeschichte gefahren wird.

Die Gewerkschaften denken jedenfalls laut über einen Streik nach. Werden dann auch Destillerien von Diageo betroffen sein? Wird man dann im Visitor Center ein Streik T-Shirt überstreifen müssen?

Slainte

Quelle: Dailyrecord.co.uk, scotsman.com

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Schon mal darüber nachgedacht, wo der Scotch Whisky für unsere Discounter abgefüllt wird?

Ganz klar, hier in Deutschland. Und wie wird er transportiert? Natürlich nicht in Fässern. Das verbietet die EU. Ein Verschiffen des Whiskys in brennbaren Holzbehältern ist nicht zulässig.

Also wird in Schottland immerhin noch geblended. Niemand will in Deutschland für Discountwhisky mehr Geld bezahlen. Also muss Schottland reagieren. Auch die Umwelt hat ihren Vorteil, wenn die schweren Glasflaschen nicht Tausende an Kilometern durch die Gegend gekarrt werden.

Am Ende geht es um die Jobs. Und da muss sich jeder einzelne Arbeiter in Schottland (wie bei uns) fragen, ob sein Job für die Menschen auf der Welt einen Mehrwert bietet.

Tut er das nicht, dann muss man einen anderen Job suchen. Alles andere ist Sozialismus und wir wissen ja, wie das endet. Opel, Karstadt und Quelle lassen grüßen.

Whisky-Igel hat gesagt…

…darüber denke ich oft nach und gerade das macht mir Sorgen, besonders wenn man aktuell die Diskussion über Analogkäse und Schummel-Schinken verfolgt.
Irgendwann traut man auch dem „Ehrlichen“ nicht mehr und verweigert die Produkte komplett. Momentan dreht es sich nur um das Abfüllen, aber wer sagt uns, was da noch alles in die Flasche kommt? Und wenn es sicht lohnt, kommen auch die „schweren“ Faschen wieder nach Europa zurück - es muss sich nur lohnen!
…und was trinken wir dann?

Anonym hat gesagt…

Ich finde es als Scotch-Liebhaber eine Schande wie die großen Konzerne mit den Brennereien und dessen Angestellten umgehen!!! Die meisten Brennereien existieren schon viel länger als dieser Contergan-Konzern(Diageo ist der Nachfolgekonzern von DCBL, dem Vertreiber von Contergan in GB!)
Jetzt zerstören sie J Walker, wer ist der nächste?... Talisker, Oban oder Lagavulin?

Anonym hat gesagt…

Da gängelt man als Regierung die Industrie, fordert völlig hirnrissige Steuermarken auf den Flaschen und Warnhinweise. Anschließend bricht man massive Antialkoholkampagnen vom Zaum und dann auf einmal trinken die Leute weniger und es ist schon wieder nicht recht.

Das ist eine Vogel Strauss Politik. Verkaufen wir doch unseren Whisky in andere Länder und lassen dort die Leute a) viel Geld für Ungesundheit ausgeben und b) ihnen noch nicht einmal ein kleines bisschen Arbeit zum EInfüllen des WHiskys in die Flaschen zukommen. Das nenne ich doppelte Moral. Und wir, die Verlierer in diesem Szenario (In Deutschland werden Millionen Flaschen für Aldi & Co. abgefüllt), klatschen auch noch Beifall. Jedes dumme Schwein sucht sich seinen Metzger selbst ...

Die einzige Lösung in UK wäre die Abwahl dieser unsäglichen Labour Partei, die zwar immer hüh sagt aber hot macht. Am Ende wird Labour gestärkt aus diesem Kampf hervorgehen, da man wieder den schwarzen Peter nicht den versagenden Politikern und Beamten mit ihren gängelnden und verteuernden Gesetzen zusteckt, sondern der Industrie.

Verkehrte Welt.

Kommentar veröffentlichen