23. Juni 2009

Tränen für einen alten Knockando

Richtige Lagerung ist für unsere Whisky-Schätze ja das A und O, damit sie nicht verdunsten oder sich anderswie durch Sonne und Wärme verändern.

Andererseits gibt es wenig, was man gegen undichte oder morsche Stopfen tun kann - und so gehört regelmässige Kontrolle meiner alten Bestände zu den Aufgaben, die ich zwar einerseits sehr gerne - aber auch mit Bangen mache:

Es macht schon Freude, die alten Whisky-Flaschen - zum Teil von schon lange geschlossenen Destillerien - in der Hand zu halten und sich den Genuss vorzustellen, wenn man sie vielleicht zu einem besonderen Festtag aufmacht... Aber o weh, wenn man feststellt, dass der Füllstand langsam im Hals nach unten rutscht oder die Flaschenschulter erreicht...!

Da ich rein logistisch in manche Winkel meiner Sammlung nicht so sehr oft schaue, hatte ich vor kurzem eine besondere Schrecksekunde als einer meiner ersten Lieblingswhiskies, ein 1964 Knockando E.O.R., unerwartet deutliche Verlusterscheinungen (ca. 30% sind schon etwas viel!) zeigte - und ich war ziemlich sicher, dass nicht etwa meine Frau heimlich genascht hatte ;-).

Nachdem ich mich vom ersten Schrecken erholt hatte, fand ich es sei wohl eine besondere Fügung, dass gerade am Wochenende alte Whisky-Freunde zu Besuch kommen sollten: Da wäre dieser Knockando doch gerade richtig zur Feier des Tages.

Das war für mich mal wieder ein Zeichen, dass man Whisky nicht nur sammeln, sondern alte Single Malts auch mal trinken soll.

Slainte (und wie!)

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