25. Juni 2009

Schweizer Whisky feiert 10jähriges

Gratulation an Ernst Bader, den Schweizer Whiskypionier:

Gleich, als 1999 das Verbot der Herstellung von Hochprozentigem aus Getreide und somit auch aus Gerste gefallen war, machte er sich auf seinem Hof Holle in Baselland an das Brennen von Whisky.

Grund genug, um am 1. Juli sein 10jähriges Jubiläum mit einer Sonderabfüllung zu feiern (die allerdings nur 6 Jahre alt ist: die ersten Jahrgänge sind schon längst ausgetrunken).
Sein „Holle-Whisky“ in den handbemalten Flaschen geht inzwischen sogar bis Malaysia.

Nach dem Jubiläum komme ich nicht um einen Besuch der kleinen Destillerie in meiner Nachbarschaft herum, um herauszufinden, was den Whisky aus dem Baselbiet bis nach Asien gebracht hat.

Daran geht kein (Schweizer) Dram vorbei!

Slainte

Quelle: 20min.ch

23. Juni 2009

Tränen für einen alten Knockando

Richtige Lagerung ist für unsere Whisky-Schätze ja das A und O, damit sie nicht verdunsten oder sich anderswie durch Sonne und Wärme verändern.

Andererseits gibt es wenig, was man gegen undichte oder morsche Stopfen tun kann - und so gehört regelmässige Kontrolle meiner alten Bestände zu den Aufgaben, die ich zwar einerseits sehr gerne - aber auch mit Bangen mache:

Es macht schon Freude, die alten Whisky-Flaschen - zum Teil von schon lange geschlossenen Destillerien - in der Hand zu halten und sich den Genuss vorzustellen, wenn man sie vielleicht zu einem besonderen Festtag aufmacht... Aber o weh, wenn man feststellt, dass der Füllstand langsam im Hals nach unten rutscht oder die Flaschenschulter erreicht...!

Da ich rein logistisch in manche Winkel meiner Sammlung nicht so sehr oft schaue, hatte ich vor kurzem eine besondere Schrecksekunde als einer meiner ersten Lieblingswhiskies, ein 1964 Knockando E.O.R., unerwartet deutliche Verlusterscheinungen (ca. 30% sind schon etwas viel!) zeigte - und ich war ziemlich sicher, dass nicht etwa meine Frau heimlich genascht hatte ;-).

Nachdem ich mich vom ersten Schrecken erholt hatte, fand ich es sei wohl eine besondere Fügung, dass gerade am Wochenende alte Whisky-Freunde zu Besuch kommen sollten: Da wäre dieser Knockando doch gerade richtig zur Feier des Tages.

Das war für mich mal wieder ein Zeichen, dass man Whisky nicht nur sammeln, sondern alte Single Malts auch mal trinken soll.

Slainte (und wie!)

16. Juni 2009

Mein Sommer-Whisky 2009

Es „sommert“, wenn auch momentan nur etwas verhalten, aber es wurde Zeit, meinen „Sommer-Whisky 2009“ zu finden.

Also habe ich mal etwas in meinen Regalen abgestaubt und bin dann bei einem doch etwas ungewöhnlichen Glendullan (Speyside) gelandet.

Glendullan 12y, 47%.vol. (Originalabfüllung 70er Jahre)
Farbe: blasses Gold
Nase: eine trockene Malzigkeit, Anklang von Frucht
Geschmack: eine leichte Rauchigkeit, zuerst trocken – wird dann malzig, nussig bis sich die Fruchtaromen (überreife Birne) deutlich durchsetzen – ein richtiger Sommerwhisky mit viel Körper
Nachklang: außerordentlich duftig und lange anhaltend

Nur schade, dass er schon eine kleine Rarität ist- aber immerhin kann ich ihn genießen!

Slainte


11. Juni 2009

Whiskymessen – nur gucken, nicht anfassen?

Whiskyfreunde trotzen der Wirtschaftskrise und besuchen laut meiner letzten Umfrage mehrheitlich immer noch erstaunliche 3-5 Whiskymessen pro Jahr.

Da drängt sich mir natürlich die nächste Frage auf, ob die vielen Besuche zu Lasten des verfügbaren Budgets pro Messebesuch gehen?

Wollen Sie auf Whiskymessen mehr, weniger oder genauso viel ausgeben wie letztes Jahr?


Ich bin auf das Resultat sehr gespannt, und vor allem auch, ob sich an den Besuchsgründen seit letztem Jahr etwas geändert hat. Der Marktforscher fragt sich dann natürlich gleich noch nach dem pro Messe geplanten Probier- & Einkaufsrahmen…


Slainte