21. April 2009

Whisky als Investment sollte kein Marketing sein

Schon vor der Krise hatten verschiedene Whisky-Experten bestimmte Single Malt Abfüllungen oder Fassanteile als Investment-Möglichkeit mit Potenzial empfohlen. Auch meine frühere Umfrage vom November letzten Jahres ergab, dass über die Hälfte der Teilnehmer diese Option nicht ganz abwegig fanden.

So mag es gar nicht verwundern, dass auch die Whisky-Hersteller auf den Zug aufspringen und einzelne Serien oder Sonderabfüllungen als Investitions-Schnäppchen anbieten wollen - allerdings scheinen hier die Marketing-Abteilungen schon mal etwas übers Ziel hinaus zu schiessen, wie eine Analyse vom Whisky-Investor Blog zeigt:
Es stellte sich nämlich heraus, dass ein Grossteil der angebotenen Single Malts gemäss der Wertbeurteilung überteuert (... sogar über 100 Prozent!) sind.
Ausführliche Bewertung und Begründung in seinem Blog.

Aber welche Whiskies wären denn dann lohnende Anlageobjekte?

Ich persönlich würde z.B. die nicht so im Fokus stehenden Originalabfüllungen aus den 70ern anschauen, die stellenweise noch unter 100€ zu bekommen sind. Mit diesen Abfüllungen kauft man auch ein Stück Whisky-Geschichte und die Vergleichsmöglichkeit, wie ein „Standard“ Single Malt Scotch Whisky vor 30-40 Jahren geschmeckt hat. Viele reden darüber, aber wer hat es schon probiert?

Auch sollte man als „Investor“ sein Portfolio etwas breiter anlegen und sich nicht nur auf eine Destillerie als Sammelobjekt stürzen. Bei einigen haben wir eindeutig einen Hype und dass so etwas nicht unendlich anhält, haben wir ja anderweitig gerade erst mit Immobilien und Fonds erlebt.

Nur was ist das Richtige? Das werden wir erst in einigen Jahren wissen...!

Slainte

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