17. März 2009

Whisky'n'More – oder weniger?

Resümee der ersten Bochumer Whiskymesse aus der Sicht eines Ausstellers:

Es war die erste Whiskymesse des Veranstalters und daher war auch zu erwarten, dass noch nicht alles reibungslos laufen wird.
So hatten die angekündigten Tastings mit Prof. Schobert plötzlich ein anderes Thema (aber immerhin mit Prof. Schobert!) und das Catering sollte für 2010 auch noch etwas nachlegen …

Viele Besucher haben sich auch etwas enttäuscht über die geringe Zahl der Aussteller geäußert: in der Vorankündigung waren wohl bis zu 50 Aussteller avisiert worden (die aber gar nicht alle in die kleine Halle gepasst hätten).

…und jetzt komme ich zu dem "weniger":

Leider hat die Messe für die Aussteller, die auf ihrem Stand natürlich auch Whisky verkauft (ausgeschenkt) hatten – schliesslich war es ja eine Whiskymesse - noch ein überraschendes Nachspiel: am Tag danach bekamen wir Post vom Ordnungsamt, dass es keine Schanklizenzen gegeben habe und wir somit eine Ordnungswidrigkeit begangen hätten.

Auch wenn sich das noch klären dürfte, hinterlässt es leider doch einen etwas herben Nachgeschmack...

Aber es gab auch erfreuliches!

Zunächst darf man die ganzen kleinen Messen natürlich nicht mit der Whisky-Fair in Limburg vergleichen, und so war die Anzahl der Besucher, besonders am Sonntag, für eine „Erste Whiskymesse“ recht gut.

Die Bochumer und die Umgebung haben deutlich gemacht, dass sie auch in Ihrer Nähe gerne eine eigene Whiskymesse haben möchten.

…hoffen wir, dass der Veranstalter die Anlaufschwierigkeiten regeln kann und sich für 2010 genügend Aussteller finden.

Ein Follow-Up zum Islay-Tasting von Schobert folgt noch - immerhin hatte er zwei meiner eigenen Whiskies in der Auswahl :-)

Slainte

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

+++ Viele Besucher haben sich auch etwas enttäuscht über die geringe Zahl der Aussteller geäußert: in der Vorankündigung waren wohl bis zu 50 Aussteller avisiert worden (die aber gar nicht alle in die kleine Halle gepasst hätten). +++

Dazu möchte ich zwei Sachverhalte anmerken, die möglicherweise auch andere Messeveranstalter in absehbarer Zeit zu spüren bekommen werden: Als wir vor einem Jahr mit der Messeplanung begonnen haben, schien unser Optimismus in Bezug auf die kalkulierte Ausstellerzahl durchaus berechtigt. Vom gleichen Optimismus schienen auch potentielle Aussteller aus unserer Region getragen, bis dann im September 2008 die Finanzkrise für erste Verunsicherungen sorgte und in den Folgemonaten die einsetzende Wirtschaftskrise (Stichwort Opel) dazu Veranlassung gab, von einer Messebeteiligung kurzfristig abzusehen.

Aufgrund der Absagen mussten wir innerhalb kürzester Zeit umdisponieren. Deshalb ist der anfangs als Ausstellerfläche geplante Tasting Room (10 m x17,5 m) proportional großzügiger ausgefallen als vorgesehen. Ebenso waren die Standorte für den Essensverkauf sowie die Gläser- und Wasserausgabe im Foyer vorgesehen.

+++ Leider hat die Messe für die Aussteller ... noch ein überraschendes Nachspiel: am Tag danach bekamen wir Post vom Ordnungsamt, dass es keine Schanklizenzen gegeben habe und wir somit eine Ordnungswidrigkeit begangen hätten. +++

Dass dieser Umstand bei Ihnen einen »etwas herben Nachgeschmack hinterlässt«, kann ich nachvollziehen. Nach meiner Einschätzung – ich habe mit einem weiteren Zeugen an dem Gespräch mit den Beamten des Ordnungsamtes teilgenommen – handelt es sich um eine Definitionsfrage, denn die Beamten verglichen die Messe mit Freiluftveranstaltungen wie »Bochum Total« und dem »Bochumer Weihnachtsmarkt« in der Innenstadt. Allein diese seltsamen Vergleiche verdeutlichen mir die Brüchigkeit dieser Argumentationskette. Da gibt es wohl noch einigen Klärungsbedarf.

Zur Entlastung des Veranstalters weise ich auf folgenden Umstand hin: Die Beamten forderten den Veranstalter auf, die Begleichung der angeblich fehlenden Ausschankgenehmigungen im Anschluss an die Messe im Ordnungsamt zu regeln. Dass Sie und die anderen Aussteller dann ohne Wissen des Veranstalters eine Zahlungsaufforderung erhalten haben, ist nach meiner Auffassung für den Veranstalter rufschädigend. Die Stadt muss sich darüber im Klaren sein, dass ein willkürlicher Alleingang des Ordnungsamtes einer Verhinderungspolitik gleichkommt.

Kurt Schrage

Whisky-Igel hat gesagt…

Hallo Herr Schrage,
vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar – auch wir haben das Gefühl, dass die Stadt Bochum nicht das nötige Verständnis/Interesse an der Whiskymesse hat. Leider ändert es aber nichts an unserer misslichen Lage mit dem Ordnungsamt. Wir können uns mit den Behörden keinen Ärger leisten, da schließlich noch einige Veranstaltungen vor uns liegen.
Ich drücke uns allen die Daumen, dass es noch zu einer gütlichen Lösung mit den Behörden kommt und einer „Whisky`n`More“ 2010 nichts im Wege steht – unsere Besucher haben es jedenfalls verdient!

Slainte
Whisky-Igel

Anonym hat gesagt…

Vielen Dank an die Aussteller, die Ihr Bestes gegeben haben um in dieser ungemütlichen Halle eine warme Atmosphäre zu verbreiten. Das Rahmenprogramm war zwar eine echte Qual aber ich habe dennoch den einen oder anderen edlen Tropfen gefunden.

Whisky-Igel hat gesagt…

Danke für das Lob!
Es steckt ja viel Zeit und Arbeit hinter so einer Messebeteiligung. Da ist es schön, wenn man solche Anerkennung bekommt - das freut mich sehr!

Slainte

Whisky-Igel hat gesagt…

Aus dem „Weniger“ ist jetzt wieder etwas „Mehr“ geworden. Ich danke dem Veranstalter, dass er doch noch das Problem mit der Stadt und den Schanklizenzen klären konnte. Die Kollegen, die ich kenne und auch ich, haben nach der Intervention durch den Veranstalter die doch nicht unerheblichen Gebühren zurückbekommen. Jetzt hoffe ich, dass 2010 noch etwas mehr Besucher kommen und es eine tolle Veranstaltung wird.
Slainte
Whisky-Igel

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