30. März 2009

Whisky Bars – Weltweit

Rein von Berufs wegen bin ich ja öfter in Whisky-Bars unterwegs und auch sonst auf Reisen immer auf der Suche nach einer guten Whisky-Auswahl mit Atmosphäre. Da das sicher auch anderen so geht, hatte ich bereits früher angefangen hier im Blog über von mir besuchte Bars zu schreiben.

Chris & Lucas vom schottischen „Edinburgh Whisky Blog“ haben nun damit begonnen, Bar-Tipps auf einer weltweiten Google-Karte zu erfassen. Eine tolle Idee und eben nicht nur auf ein Land begrenzt.

Welcher Whisky-Liebhaber war nicht schon mal in einer fremden Stadt und hat sich gefragt, wo man einen gepflegten Dram (und dann auch noch aus einem richtigen Nosing-Glas) bekommt?

Hier ist die Whisky-Bar Weltkarte:

View Larger Map

Die Barempfehlungen in Deutschland und der Schweiz kenne ich bereits sehr gut, aber es gibt doch bestimmt noch mehr!!!???

Helfen Sie mit, weitere Whisky-Tempel zu finden und schreiben Sie uns Ihren Bar-Tipp unten per Kommentar-Funktion.

Ich bin schon gespannt auf Ihre Hinweise, und werde von meinen weiteren Erkundungstouren berichten.

Slainte

28. März 2009

Deutschlands Whiskybar No.1 & The Whisky Chamber

Mike und das Saxo in Remscheid kenne ich seit fast 2 Jahren und freue mich immer wieder, dort Tastings zu machen.

Das liegt zum einen am ausgesprochen interessierten und Whisky-begeistern Publikum, aber auch daran, dass man mit Mike einen Barbesitzer vor sich hat, der sich aus vollem Herzen dem Job und schottischen Wasser des Lebens verschrieben hat.

So war seine Wahl zur besten Whisky-Bar Deutschlands 2008 absolut verdient und hat ihn sogar ins Fernsehen gebracht.

Vorige Woche war es dann mal wieder soweit und ich konnte bei Mike & seinen Whiskyfreunden meine neuen Whiskyabfüllungen vorstellen.

Leider war der neue Bunnahabhain Heavily Peated von 1997 noch nicht eingetroffen. Da ich aber eine Runde von Speyside-Freunden vor mit hatte, waren sie darüber nicht ganz so traurig.

Der Favorit des Abends war dann auch der Glen Rothes von 1995 aus einem Bourbon Barrel.

Es hat wieder grossen Spass gemacht, und viele der Gäste treffe ich nun schon seit 2 Jahren zu netten Whisky-Runden und -Gesprächen.

Mal schauen, was wir im Herbst/Winter vorstellen werden...

Slainte

22. März 2009

Mit dem Oldtimer durch Schottland

...mit einem Oldtimer auf den Spuren von Scotch Whisky – aber bitte den Fahrern keinen Dram anbieten!

Reisen in Schottland, durch Schottland und um Schottland herum sind nach wie vor in.

Über die Classic Malt Cruise habe ich ja schon berichtet (und noch immer keine Mitsegel-gelegenheit gefunden! – ich suche noch immer!! – wer nimmt mich mit??)

Aber auch für die Oldtimer-Fahrer unter den Whisky-Fans gibt es eine besondere Reisemöglichkeit: Die „Motorklassik“ gibt es schon seit 10 Jahren und sie startet in diesem Jahr unter dem Motto „Schottland – sein Norden“. Vom 10. - 20. Juli geht es in ca. 200-km-Tagesetappen durch die traumhafte Landschaft Schottlands und bestimmt auch in die eine oder andere Whisky Bar!

Wer möchte da nicht mitfahren? (Schade, dass ich ein so schlechter Kartenleser bin.)

Gute Fahrt und Slainte

19. März 2009

Islay Tasting mit Prof. Schobert in Bochum

Wie immer, wenn Prof. Schobert über Islay und seine Whiskies philosophiert, ist das Tasting sehr gut besucht, so auch am 14. März auf der „Whisky'n'More“ Messe in Bochum.








Auf dem Programm standen:

- Classic of Islay (bottled 2009), 57,9% - Jack Wiebers

- Bowmore 1992/16 Jahre Port Matured, 53,1% (Originalabfüllung)

und auch noch gleich zwei meiner eigenen Single Cask Abfüllungen:

- "Coming from Islay" 1998, 8 Jahre, 46 %

- Laphroaig 2001 (refill-butt) 7 Jahre, 57,4 %

Den letzteren betitelte er grinsend als „ein rotzfrecher Laphroaig“ – vom großen Meister nehme ich das gerne als Kompliment für meine Whisky-Auswahl!

Tasting Notes

Laphroaig 2001 - 2008, 7 Jahre, 57,4%vol., refill-butt

Region: Islay
Farbe: Gold
Aroma: Torf und Rauch, Brandruine, süßlich mit deutlich Himbeere im Hintergrund
Geschmack: ohne Wasser etwas scharf, aber sehr gut zu trinken (nicht zu spritig) - eine Mischung aus Torf und süßlicher Frucht.
Abgang Er hält sehr lange an und hat am Ende eine nur einige Holznoten (es war ein refill-butt und wie man schmeckt, können 7 Jahre vollkommen ausreichend sein)

Slainte

Foto: TasteWhiskey

17. März 2009

Whisky'n'More – oder weniger?

Resümee der ersten Bochumer Whiskymesse aus der Sicht eines Ausstellers:

Es war die erste Whiskymesse des Veranstalters und daher war auch zu erwarten, dass noch nicht alles reibungslos laufen wird.
So hatten die angekündigten Tastings mit Prof. Schobert plötzlich ein anderes Thema (aber immerhin mit Prof. Schobert!) und das Catering sollte für 2010 auch noch etwas nachlegen …

Viele Besucher haben sich auch etwas enttäuscht über die geringe Zahl der Aussteller geäußert: in der Vorankündigung waren wohl bis zu 50 Aussteller avisiert worden (die aber gar nicht alle in die kleine Halle gepasst hätten).

…und jetzt komme ich zu dem "weniger":

Leider hat die Messe für die Aussteller, die auf ihrem Stand natürlich auch Whisky verkauft (ausgeschenkt) hatten – schliesslich war es ja eine Whiskymesse - noch ein überraschendes Nachspiel: am Tag danach bekamen wir Post vom Ordnungsamt, dass es keine Schanklizenzen gegeben habe und wir somit eine Ordnungswidrigkeit begangen hätten.

Auch wenn sich das noch klären dürfte, hinterlässt es leider doch einen etwas herben Nachgeschmack...

Aber es gab auch erfreuliches!

Zunächst darf man die ganzen kleinen Messen natürlich nicht mit der Whisky-Fair in Limburg vergleichen, und so war die Anzahl der Besucher, besonders am Sonntag, für eine „Erste Whiskymesse“ recht gut.

Die Bochumer und die Umgebung haben deutlich gemacht, dass sie auch in Ihrer Nähe gerne eine eigene Whiskymesse haben möchten.

…hoffen wir, dass der Veranstalter die Anlaufschwierigkeiten regeln kann und sich für 2010 genügend Aussteller finden.

Ein Follow-Up zum Islay-Tasting von Schobert folgt noch - immerhin hatte er zwei meiner eigenen Whiskies in der Auswahl :-)

Slainte

14. März 2009

Rosebank – das Überlebensprojekt geht weiter

Nur wenige Kilometer von der Rosebank Ruine soll die neue Destillerie entstehen: damit der Whisky auch nach Rosebank schmecken kann, werden seine Stills hier weiterleben, der Name „Rosebank“ aus rechtlichen Gründen leider nicht :-(

Die Steward Familie von der Falkirk Distillerie Company macht sich für das Projekt stark und hat bereits 5 Mio. GBP für das Destillerieprojekt inklusive Restaurant und Shoppingcenter im Budget.

Im Oktober 2008 hatte ich bereits über die ersten Gerüchte berichtet, wonach in 2010 schon die ersten 60.000l Alokohol produziert werden sollen - mal schauen, wann es wirklich losgeht.

Zu dem Projekt gibt es auch ein kleines Video – aber Vorsicht! Es startet mit lauter Werbung.

Slainte




10. März 2009

Glenmorangie räumt bei den „Drammies“ 2008 ab

…und wieder spannend zu lesen, wer war der Gewinner und natürlich auch der Verlierer.
Die Umfrage im „the scotch blog“ ist wieder abgeschlossen. Einige Resultate waren aus meiner Sicht absehbar und andere eine Überraschung.
Hier schon einmal ein kleiner „Drammie“ Auszug:

  • Glenmorangie (LVMH) war mit 5 Nominierungen und 3 x 1. Platz der große Gewinner der Abstimmung
  • Die beste Destillerie: Ardbeg (für mich eher die „Könige“ des Marketing)
  • Beste Marketingkampagne: Glenmorangie Signet mit 25% (das war allerdings schon etwas knapp)
  • Schlechteste Marketingaktion: Macallan mit 60,53% der abgegeben Stimmen also recht deutlich – für die „Foto Kampagne“. Drücken wir Macallan die Daumen, dass es dieses Jahr etwas besser läuft.
  • Bestes Preis-Leistungsverhältnis: ging mit 48,98% an Highland Park 18 Jahre (und das, obwohl er mit 100USD nicht zu den günstigen Whiskies gehört - die Krise hat den Whisky wohl noch nicht erreicht - )
  • Bester neuer Whisky: Karuizawa 1971 (Japan)
Da musste ich auch erst einmal suchen und konnte keinen zum Kaufen finden – bestimmt ist er schon ausverkauft – aber es gibt ja auch einen von 1991, der nur ca. 85,-€ kostet – vielleicht einmal eine Alternative zu dem Nikka Yoichi 12 Jahre, den ich sonst immer gerne für meine "Whisky Weltreise" nehme (siehe meine Termine)

Alle Resultate findet man auf dem "the scotch blog"

Slainte

Edit: Formattiert zum besseren Lesen

4. März 2009

Schottische Touristenattraktionen ohne Whisky!

Änderungen bei der Alkohollizenz sorgen derzeit in vielen schottischen Sehenswürdigkeiten für Aufregung:

Laut Historic Scotland und The National Trust for Scotland muss demnach ab September in den meisten Sehenswürdigkeiten der Verkauf von Whiskyminiaturen (und ausgewachsenen Flaschen) eingestellt werden. Die Kosten und der Aufwand für die neuen Lizenzen seien zu teuer und viel zu aufwändig. So würden bei Historic Scotland die Kosten angeblich auf über 10.000 GBP ansteigen (wie viele Flaschen müssten sie dann verkaufen?) – ein paar Ausnahmen werden aber trotzdem beibehalten und bestätigen die Regel.

Die Betroffenen sind sehr bestürzt, weil damit ja sozusagen "DAS" Synonym für Schottland aus den Shops in den alten Schlössern verschwinden wird (das wäre etwa wie Schwarzwald ohne Kuckucksuhren) oder wie Susan Morrison, Direktor and General Manager des Scotch Whisky Heritage Centre in Edinburgh so schön sagte „bad news" for Scotland's most iconic product“.

Was wird als nächstes totreguliert?

Slainte



Quelle: News Scotsman

1. März 2009

Kurzarbeit bei Diageo – Whisky vor der Krise?

Die Johnnie Walker Abfüllung in Kilmarnock soll im März und April jeweils für eine Woche geschlossen werden, um Kosten zu sparen. Zwei weitere große Abfüllanlagen sollen von der „Produktionspause“ allerdings nicht betroffen sein.

Für mich scheint das ein ziemlicher Widerspruch zu den Informationen der letzten Monate: schließlich sprechen alle großen Produzenten von einem weiterhin wachsenden Markt (jedenfalls in China, Indien und Russland) - und Diageo verhandelt über einen stärkeren Einstieg in Indien.
Sogar Springbank hat nach der überraschenden Schließung letzten Sommer inzwischen wieder die Produktion aufgenommen!

Wie die Kommentatoren zum Bericht der „EveningTimes“ kann ich mir nicht vorstellen, dass die erzielte Einsparung daraus wirklich nennenswert sein wird (Wasser und Energie für 2 Wochen). Vielmehr könnte das der Anfang sein, einen Teil der Produktionskette - die Abfüllung (bottling) - nach Indien zu verlagern?

Wenn Diageo wirklich in Indien bei United Spirits (India) einsteigt, dürfte es günstiger sein, den Whisky für Johnnie Walker in Tankcontainern zu schicken und vor Ort abzufüllen: warum schweres Glas transportieren? Lassen wir uns überraschen, wo die „Story“ noch hinführt.

Slainte