22. November 2008

Sexy Whisky

Machen erotische Bilder einen 30 Jahre alten Macallan sexy?
Die Idee ist schon interessant und jeder weiß „sex sells“:

Aber rechtfertigen ein nettes Foto einer mehr oder weniger bekleideten Frau auf dem Label einen Preisaufschlag von immerhin ca. 300% ?!
Klar, das Foto ist vom Foto Profi Mr. Rankin und man bekommt das dazugehörige Polaroid in einer Geschenkbox dazu. Aber ich finde den ausgeschriebenen Preis von 1.300 USD pro Flasche dann doch etwas happig (zumal man den Macallen 30 Jahre, Fine Oak“  sonst für immerhin ca. 380,00 € bekommt)...

Und das ist erst der Anfang einer neuen Sammleredition ‘Masters of Photography’. Die eigene Website zum Projekt ist jedenfalls sehenswert, mit einem "making of" Video und Bildergalerie mit 1000 Bildern, sowie Registrierungsmöglichkeit für das eigene Sammlerstück. 

Ich bin gespannt, was da noch kommt, aber bevor ich jetzt anfange Polaroid Bilder zu sammeln, investiere ich das Geld lieber in gut trinkbare Whiskies - gerne in Gesellschaft echter Frauen :-)

Slainte

21. November 2008

Springbank legt 2009 wieder los

Aus zuverlässiger Quelle habe ich erfahren, dass nach den aktuellen 50 t "Local Barley", die noch dieses Jahr gemälzt werden, gleich in 2009 weitere 150 t Gerste folgen sollen.

Mit den 200 Tonnen kann Springbank dann 2009 immerhin 80.000 Liter Spirit herstellen: diese werden zwar höchstwahrscheinlich auf die 4 Brands Springbank, Longrow, Hazelburn und Glengyle aufgeteilt werden, bedeuten aber immerhin für einige Monate Arbeit in der Destilerie.

Drücken wir die Daumen, dass Springbank entgegen seiner Ankündigung vom Sommer 2008 doch keine 2jährige Produktionspause einlegt und wir auch in 10 Jahren noch unseren „Vintage“ kaufen können.

Slainte

18. November 2008

Zigarren Whisky oder Whisky Zigarre?

Verschmelzung aus Glenfarclas & Zigarre - und das nicht erst beim Rauchen! Wie ist das möglich?

Die "Cigar Company" lässt die „Vasco da Gama Whisky Cigar“ während ihrer Lagerung einen 12 Jahre alten Glenfarclas Single Malt Scotch Whisky atmen, um der Zigarre eine besondere Note zu geben.

Ich habe einige Jahre bei einem deutschen Tabakanbauer gewohnt und erlebt wie Tabak trocknet. Ich kann mir den Trocknunngsprozeß mit dem Whisky zwar nicht ganz so gut vorstellen, aber man lernt ja gerne immer wieder etwas Neues hinzu.  Vielleicht wird ja auch einfach der Humidor mit dem Whisky befeuchtet...?
 
Die Zigarre soll schon im Handel sein – da werde ich doch mal einen Selbstversuch durchführen und weiter berichten. Ich bin gespannt, ob man Sherry und Malznoten auch in der Zigarre wiederfindet.

Slainte & good smoke

16. November 2008

Port Ellen versunken - im Malz

Nach dem Kollaps eines Getreidesilos sind die Port Ellen Maltings auf Islay in mehreren hundert Tonnen Gerste versunken.
Am Freitagmorgen war das Silo plötzlich unerwartet in sich zusammengefallen. 
Zum Glück hat es keine Verletzen gegeben und die umliegenden Häuser wurden vorsorglich evakuiert. Auch der 2. Silo wurde inzwischen geleert, da er ebenfalls angeschlagen scheint. 
Siehe laufende Updates und Fotos auf dem Islayblog.

Gründe für den Einsturz sind noch nicht bekannt und Diageo hat erklärt, dass es keine Auswirkung auf die Produktion haben soll. Aber was sollen sie auch anderes sagen?

Erst gab es im Sommer auf Islay nicht genug Wasser und jetzt im Winter wird das Malz knapp. Was bedeutet das für die Kapazitätserweiterung bei Caol Ila? Woher wird das Malz jetzt kommen? Islay kommt 2008 nicht zur Ruhe.

Hoffen wir auf ein besseres Islay-Jahr 2009
Slainte

12. November 2008

Whisky Bar Tipp in Aschaffenburg: das "Dead End"

Dead End – aber Whisky sei dank, doch keine Sackgasse in Aschaffenburg!

Auf der Suche nach einem netten Ort für einen gepflegten Single Malt Whisky in Aschaffenburg wurde mir von einem guten Freund das „Dead End“ empfohlen – aber Achtung, man sollte sich auf der Karte vorher genau anschauen, wo es liegt und wie man hinkommt, denn es liegt, wie sollte es anders sein, in einer Sackgasse.

Die noch recht neue Bar wird von einem jungen und engagierten Whiskyfreund geleitet, der sich bei unserem Besuch richtig ins Zeug gelegt hat:

Wir waren nach der Whisky Pur zu viert auf einen Absacker bei ihm eingefallen (als Aussteller bleibt man Gerüchten zum Trotz nämlich ziemlich auf dem Trockenen...) und hatten nach ein paar außergewöhnlichen Whiskies gefragt "bitte keine Standards“ ;-))
... und er hatte doch tatsächlich ein paar interessante Whiskies von unabhängigen Abfüllern zur Hand.

Und wenn dann noch der kleine Hunger kommt, gibt es als Spezialität des Hauses Haggisbrötchen ! – was passt besser zu einem Whisky?

Slainte
Dank an Jörg vom Whiskyfanblog für den Tipp!

6. November 2008

Wertvoller Whisky und ein gutes Essen als Wege durch die „Krise"

Whiskyraritäten als Investment-Alternative lagen bei meiner letzten Umfrage mit 56%  klar vorn. 

Das wundert im Zusammenhang mit meinem Blog-Thema nicht wirklich, aber dass gleich darauf mit immerhin 1/3 der Teilnehmer für gutes Essen und Trinken stimmen, freut mich schon sehr. 
Auch Genuss ist schliesslich eine Form von Investition: in unser Wohlbefinden :-) 

Ich hatte das Thema ja schon öfter, und nicht zuletzt Professor Schobert hat Whisky als steuergünstige Anlage empfohlen. In Anbetracht der Finanzkrise gab es in letzter Zeit ein regelrechtes Informationsfeuerwerk zu Whisky-Investments: 

The whisky investor z.B. hat die Anlagealternative "Flüssiges Gold“ einmal direkt gegen Hedge Funds und Konsorten antreten lassen - mit beachtlichem Ergebnis.

Eine andere interessante Plattform scheint der "world whisky index", eine Art Börse für Whiskies, zu sein - obwohl ich hier erst noch etwas einsteigen müsste, um das Prinzip wirklich zu durchschauen. Der Unterschied zu e-Bay ist mir da nicht auf Anhieb klar geworden bzw. ob es hier tatsächlich "Transaktionen" gibt.

Das Thema Anlage in Whiskyfässer hat gleich nach traditionellen Festgeldanlagen immerhin noch 21% der Stimmen bekommen. 

Das ist jetzt nicht ganz so risikolos wie Festgeld oder die Alternative vom Whisky-Investor, wo nur Flaschen im Anlageportfolio sind. Aber dafür kommt hier noch die Spannung und Vorfreude dazu und die Tatsache, etwas wirklich besonderes zu haben - ganz zu schweigen von den regelmäßigen "Fass-Besuchen"...

Klares Fazit für mich: ich muss mit dem sammeln und investieren in guten Whisky einfach weiter machen - und dabei den Genuss beim Trinken der Schätze nicht vergessen.

Slainte