19. Oktober 2008

“Prohibitions”–Whisky gefunden

Eine alte und auf an die 100 Jahre geschätzte Flasche „Old Pot Still Scotch Viking“ (Glencadam) soll am 12. November bei Bonhams in Edinburgh unter den Hammer kommen.

Es wird vermutet, dass die Flasche während der Probitionszeit in Amerika (1920 - 33) hinter einem Wandverschlag versteckt wurde. Jedenfalls ist sie erst in den 50ern bei Umbauarbeiten hinter einer Wand gefunden worden und fristet ihr Dasein bis jetzt bei einem schwedischen Sammler.

Wenn jemand bei der Auktion mitbieten möchte, sollte er/sie sich schon einmal auf einen Preis von 3-5.000£ einstellen und etwas Geld zurücklegen.

Viel Erfolg und Slainte

17. Oktober 2008

Krise – jetzt in Whisky investieren?

Finanzkrise: die Schlagzeilen in den Medien nehmen einfach kein Ende. Gewaltige staatliche Hilfsaktionen verpuffen an der Börse nach wenigen Tagen wieder.

Wo kann man dann sein Geld in nächster Zeit anlegen? Sicherheit ist dabei ein wichtiges Stichwort. Wie sicher wäre z.B. eine Anlage in Whisky? in seltene Flaschen oder ein eigenes Fass?

Ich selbst bin jedenfalls guter Dinge, was meine Whiskybestände und besonders die noch reifenden Fässer angeht. Die haben jedenfalls in den letzten 4 Wochen keine 20% verloren wie mein Aktiendepot...

Wenn es wie vor 80 Jahren zu einer Weltwirtschaftskrise kommen sollte, wird wohl nichts mehr so richtig sicher sein. Aber bei Whisky habe ich zur Not wenigstens noch ein gewisses „Trostpotential“ ;-).

Das wäre doch mal wieder ein schönes Thema für eine Umfrage:

Wo legen Sie in diesen Zeiten Ihr Geld an?

  • in einer leeren Whisky-Röhre

  • bei meiner Hausbank

  • in Aktien (die sind gerade günstig)

  • in alle Kisten Ardbeg / Springbank / ... , die ich kriegen kann

  • in ein Fass Bruichladdich

  • gar nicht: ich gebe es aus und tue etwas für die Wirtschaft

  • ...

Ich bin gespannt, welche Anlageform unter den aktuellen Bedingungen das Rennen machen wird.

Slainte

11. Oktober 2008

Diageo erfindet die Whisky Regionen neu?

Grenzlinien auf Karten wurden von jeher durch die Reichen und Mächtigen gezogen - im schottischen Whisky-Geschäft scheint hier Diageo das Zepter an sich nehmen zu wollen, oder wie soll ich diese neu definierten Whisky-Regionen verstehen:

Da gibt es jetzt auch „Coastal East & West“ Whisky und „Skye“ Whisky – man lernt eben nie aus (Danke an Tastewhiskey für den Hinweis!).
Bis jetzt kannte ich eigentlich nur 6 Regionen (wobei schon die 6.= Campbelton etwas umstritten ist): Lowlands, Highlands, Speyside, Islands, Campbeltown und Islay.

Diageo hat jetzt also 7 Regionen und wenn sie vielleicht einmal Springbank kaufen sollten, wird bestimmt auch Campbeltown als 8. Region hinzukommen.

Eine Karte ist zu finden unter: http://www.diageo.de/pdf/veroeffentlichungen/purespirits.pdf - Seite 8.  

Ich werde auf jeden fall die SWA im Auge behalten – Diskussionen zur Neudefinition der Regionen gab es ja schon. Vielleicht habe ich dort auch nur etwas verpasst...?

Bis dahin - Slainte

9. Oktober 2008

Diageo geht unter die Whiskysammler

Eine der größten privaten Whiskysammlungen ist zurück nach Schottland gekommen:

         3.384 Flaschen Whisky,

die der brasilianische Sammler und Whisky-Enthusiast Claive Vidiz im Lauf von 35 Jahren zusammengetragen hat. 

Der Spirituosenkonzern Diageo hat die Sammlung aufgekauft und will sie ab nächstem Jahr in der “Scotch Whisky Experience”, einer neuen 5* Touristen-Attraktion auf der Royal Mile in Edinburgh, ausstellen.

Das ist dann noch ein Grund, mal wieder in Edinburgh vorbeizuschauen (nicht, dass ich den normalerweise bräuchte...J).

Leider wurde über den Kaufpreis noch nichts bekannt – schade, das wäre noch spannend zu wissen.


Slainte

1. Oktober 2008

Whisky richtig lagern

Prinzipiell verändert sich Whisky eigentlich nicht mehr, wenn er erst einmal in Flaschen abgefüllt und verschlossen gelagert wird. Kritisch wird es erst, wenn die Flasche über längere Zeit offen steht oder der Verschluss undicht wird.

Wie man dem am besten begegnet, wird aktuell im „Maltadvocate“ Blog von John Hansell heiss diskutiert, und die Ansichten und Lösungsideen sind recht unterschiedlich:

Bei einigen Grundregeln, wie z.B. dass die Flaschen aufrecht stehend, möglichst ohne direktes Licht und Temperaturschwankungen gelagert werden sollten, ist man sich noch einig. Aber bei der Behandlung von geöffneten Flaschen, wo der Füllstand dem Ende zugeht, gehen die Ideen, wie man den Oxidationsvorgang durch den zunehmenden Sauerstoffgehalt in der Flasche einschränken kann, schon recht auseinander:
  • Austrinken (z.B. ab 1/3 Füllstand) als naheliegende Lösung bietet sich immer an :-)

  • Umfüllen in kleinere Flaschen - wobei jedoch die Sauerstoffzufuhr beim Umfüllprozess als kritisch gesehen wird, und zum anderen das Einschenken aus den Original-Flaschen bei Whisky-Raritäten ja auch irgendwie zum Geniesser-Zeremoniell gehört...

  • Reserve-Stopfen für den Fall, dass eine geschlossene Flasche plötzlich an Füllstand verliert

  • Auffüllen der Flasche mit Murmeln (das war mir neu...)

  • Auffüllen mit Inert-Gas

  • Lagern im Eisfach (!)

  • ...
Ich persönlich bin eigentlich für die "Austrinken" Variante - am besten mit Freunden oder bei einem Tasting.
Für besondere „Schätzchen“, die jetzt nicht ganz so schnell vernichtet werden sollen, verwende ich Vakuumpumpen, die man sonst für Rotwein benutzt. So bekomme ich reichlich Sauerstoff aus der Flasche heraus - ohne dass etwas, das den Whisky beeinflussen könnte, hineinkommt - und kann damit hoffentlich die Oxidation etwas aufhalten.

Ich werde den Maltadvocate-Blog weiter beobachten und berichten, wenn noch die eine oder andere kuriose Idee aufkommt.

Slainte und möge unser Lieblingswhisky möglichst lange gut munden