23. Juni 2008

Springbank - Schock am frühen Morgen!

An unserem ersten Springbank Whisky School Tag (der mit 08:00 für Urlaub eindeutig zu früh begann :-o ), wurden wir vom Director of Production Frank McHardy mit einer Hiobsbotschaft empfangen:


Nach unserer Woche Whisky School wird die Produktion von Springbank für 2 Jahre geschlossen.

Eine kleine Ausnahme gibt es noch im Oktober, wo die bereits angekündigten 4 Wochen Whisky School noch durchgeführt werden. Danach soll bis mindestens Ende 2010 die Produktion ruhen.

Er versicherte, dass die Lager gut gefüllt sind und der Verkauf normal weiter laufen wird. Das tröstet die Belegschaft der Produktion aber eher wenig, die verständlicherweise unruhig waren, weil sie erst diesen Freitag erfahren sollen, wie es im einzelnen mit ihnen weitergeht.

Verständlich, dass wir uns als fröhlich-neugierige „Schulanfänger“ erst einmal einigermaßen unwohl gefühlt haben... Aber die Mitarbeiter haben uns trotz aller Sorgen sehr nett aufgenommen und gleich voll in den Betrieb einbezogen. Es ist schon wirklich besonders, Teil des laufenden Destillerie-Betriebs zu sein und nicht einfach bei einer Führung zuzusehen.

Erst gab es einen Rundgang bis in die hintersten Winkel der ganzen Anlage - mit besonderer Berücksichtigung der Notausgänge und Sicherheitsaspekte. Nachdem wir alle unterschrieben hatten, dass wir über die Sicherheitsbestimmungen informiert wurden, ging es in Zweiergruppen an die Arbeit: am ersten Tag standen Malting, Bottling und Mashing auf dem Programm.

Und man erlebt so manche muskelkater-taugliche Überraschung dabei: z.B. ist das Wenden der Gerste auf dem Malting-Floor schwerer als es auf den ersten Blick erscheint.

...und Hogsheads auf einer Rampe so hinzujonglieren, dass das Abfüllloch genau nach unten zeigt, muss auch erst einmal geübt werden.

Jedenfalls war das Leeren von ca. 30 Fassern für einen Longrow CV ein besonderes Erlebnis und wir waren nach dem ersten Tag alle einigermaßen geschafft.

Morgen soll es mit der Abfüllung der neuesten Produktion weitergehen (vor der Abfüllhalle stehen auch einige leere 500 l Butts – ich bin gespannt, wie man die manövriert...!) und für Mittwoch ist Kilning geplant, also knietief Malz schaufeln und das Torffeuer schüren.

Leider hat unser B&B keinen Internetzugang und ich muss sehen, wann ich in der städtischen Bibliothek oder auch mal beim Distillery-Manager ins Web komme, so dass ich nicht weiß, wann ich das nächste Update bringen kann.

Fortsetzung folgt....

Slainte


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen