31. Januar 2008

Whiskysammlung eine Geldanlage oder ein Steckenpferd – neue Umfrage gestartet

Nach dem Resultat der letzten Umfrage: „Größe Ihrer Whiskysammlung“
musste diese neue Umfrage unweigerlich von mir kommen.
Warum sammeln wir den Whisky?
Bei mir war es am Anfang der Drang nach neuen Geschmacksrichtungen und der Vielfalt, besonders bei den Einzelfassabfüllungen. Später gesellte sich dann auch schon die Idee einer Geldanlage hinzu.

Bei mir sind es also beide Faktoren, die mich zu immer mehr Flaschen unterschiedlicher Whiskies treibt. Dabei vergesse ich aber auch nicht, dass unsere letzte Jacke die wir tragen werden, keine Tasche hat.

Slainte

29. Januar 2008

Umfrageergebnis: Whiskysammlungen sind viel größer als ich vermutet habe.

Das war diesmal ein deutliches Votum und eine ziemliche Überraschung!

Nicht nur, dass so viele (40 Leser!) an der Umfrage teilgenommen haben (es liest also wohl doch der ein oder andere meinen Blog), sondern vor allem die Anzahl relativ großer Whisky-Sammlungen:

42% (17 Stimmen) haben eine Sammlung in der Größenordnung 101-500 Flaschen. Das sind deutlich mehr Whisky-Fans als ich dachte.

Wenn man das jetzt noch mit meiner früheren Umfrage zur Preisschmerzgrenze von Whisky in Verbindung bringt, wird einem ganz schnell klar: Es sind nicht nur Genuss-Schätze, die wir da hüten, sondern auch schon eine gewisse Wertanlage.

Und schon haben wir die nächste Frage:
Sehen wir in der Whiskysammlung eine Geldanlage oder ein Steckenpferd, das wir im Laufe der Zeit genießen werden?

Bei mir ist es eindeutig eine Mischung aus beidem...

Slainte

24. Januar 2008

Whisky-Tasting bleibt Geschmackssache!

Wer hat sich nicht auch schon über Bewertungen der verschiedenen Malt Whisky Gurus oder blumige Tasting Notes gewundert? Sicher, diese können einen Anhaltspunkt geben, ob ein Whisky eher zu den torfigen oder fruchtigen gehört.

Was man selbst aber riecht und schmeckt - und ob man den Whisky gut findet oder nicht - hängt immer von jedem selbst ab. Darum finde ich es immer besonders spannend, wenn ich verschiedene Tasting Notes zum gleichen Whisky finde und vergleichen kann.

Besonders habe ich mich gefreut, beim Whiskyfanblog und im Cutty Sark Scots Whisky Forum zwei unabhängige Bewertungen meiner eigenen Dailuaine-Abfüllung zu finden. Dabei hat der Kollege von der Cutty Sark noch einige neue Nuancen entdeckt, die mir bisher verborgen geblieben sind, z.B. "Bratkartoffeln mit Speck". Ob der Schiffskoch gerade bei der Arbeit war?? ;-) - Jedenfalls besten Dank und Grüße dahin!

Tasting Notes im Vergleich:


TWC Dailuaine
1985 - 2006 - 20 Jahre, 53,3 %

Von Rednose (Cutty Sark Forum):

Farbe/Verh. im Glas: Blanker Weißwein läuft glatt wie Wasser am Glas entlang.

Nase : ...erstaunlich zurückhaltend aber angenehm wie geröstete Vanillestange oder wie Malz mit Vanillezucker... geröstete Maronen ...und ein wenig grüne Zweige im Frühling.
Mit Wasser etwas wie anbrennende Bratkartoffeln ohne Speck.

Geschmack : ... leichte Süße ... Erste Eindrücke sind weißes Toastbrot.
Kann er sich im Mund entwickeln kommen grüne Noten nach Flieder und Zuckerschoten hinzu.
Mit Wasser wird er ein wenig bissiger und sprittiger, keinesfalls runder.

Abgang : enttäuscht ein wenig mit mittellangem ja fast kurzem Abgang...fruchtig süßlicher Herbstapfel bleiben im Mund.


Von Josh (Whiskyfanblog):

Säuerlich, Nelken, scharf, kurzer Abgang.
Man könnte ihn interessant nennen, aber er ist nichts für mich.
Auch die Zugabe von Wasser ändert nichts Wesentliches daran.

Und hier, was ich selbst bisher so geschmeckt und gerochen habe:

Farbe: mittleres bis dunkles Bernstein
Aroma: etwas Rauch, Vanille und ein fruchtige Süße
Geschmack: malzige Süsse mit etwas Torfrauch
Abgang: wird am Gaumen etwas trocken, Eichentöne und leicht pfeffrig

Mal schauen, was noch so herausgefunden wird?? Ich bin schon gespannt.

Links zu den Original-Posts:
Whiskyfanblog
Cutty Sark Scots Whisky Forum

20. Januar 2008

Whisky- Fass, ein „Woodmanager“ berichtet

Alle, die sich schon etwas länger mit Single Malt ScotchWhisky beschäftigen, wissen, dass das Fass in dem der Whisky heranreift einen sehr großen Einfluss auf den Geschmack und die Qualität hat.

In der Financial Times Deutschland hat Bill Lumsden (Glenmorangie) einiges zum Thema Holz und Fass berichtet und gibt einen Eindruck davon, was in der Zukunft noch an "Finish" Varianten auf uns zukommt.

Wenn die Weinanbaugebiete „durchgefinish"t" wurden, was folgt dann?
Wie ist Ihre Meinung zum Thema Finish?

Slainte
Thomas

19. Januar 2008

Whisky-Toblerone

Kochen mit Whisky ist ja inzwischen ein immer beliebteres Thema.

Eine gute Freundin begnügt sich nicht nur mit Whisky zum Verfeinern von Saucen und Beilagen - sie hat Schokolade mit einem aromatischen fruchtigen Glen Spey zu einer selbstgemachten Whisky-"Toblerone" verarbeitet.
Leider habe ich vom Ergebnis selbst nichts abbekommen - offensichtlich konnte einfach niemand widerstehen ;-o.

Dafür hat sie mir das Rezept und ihre Fotos für den Blog überlassen (Dank an Astrid's Kochblog!):

Zutaten:
115g Zartbitterschokolade,
50g Butter,
1 Eiweiss,
115 g Puderzucker,
4 EL Whisky und 25-50g gemahlene Mandeln,
75g Mandelstifte,
100 g kandierte Orangen,
2 EL Orangenlikör.

Für den Überzug:

175g weisse Schokolade, 25g Butter, 150g Mandelsplitter.

Zubereitung:
50 g Butter und Edelbitterschokolade über dem Wasserbad schmelzen. Separat das Eiweiss mit dem Zucker so steif wie möglich schlagen. Schokolade mit dem Whisky und den gemahlenen Mandeln unter das Eiweiss mischen und die Mandelstifte zugeben.
Nun bei dem im Orangenlikör eingelegten kandierten Orangen den Likör abgiessen und mit dem Rest der Masse sorgfältig mischen.
Dann die Mischung auf ein Stück Backpapier geben und eine längliche Rolle formen. Sobald die Mischung beginnt abzukühlen, kann aus der Rolle eine Pyramide geformt werden.
Das braucht etwas Geduld, während dessen kann man sich aber noch Gedanken darüber machen, ob die einzelnen Stück eher gross oder klein werden sollen und demnach die Form danach ausrichten. Das Ganze abkühlen lassen.

Währenddessen die weisse Schokolade mit 25g Butter über dem Wasserbad schmelzen. Mit einem Spachtel die weisse Schokolade auftragen und einen Überzug bilden. Dies muss zügig gemacht werden, damit die Mandelsplitter daran haften bleiben. Nach dem Abkühlen in Stücke schneiden.

Ich hoffe, dass ich bei der nächsten Koch- oder Konditor-Aktion mit Whisky in der Nähe bin und auch in den Genuss komme.

Slainte

15. Januar 2008

Wird Glenglassaugh russisch?

Der „Scotsman“ berichtet über Pläne eines Russisch-Lettischen Konsortiums, die die seit 1986 geschlossene Destillerie Glenglassaugh (Speyside / Banffshire) wiederbeleben wollen.

Die Destillerie soll für ca. 4,2 Mio. Euro den Besitzer wechseln.
Das ist ein klares Zeichen, dass selbst renditeverwöhnte Russen jetzt aktiv in das Whiskybusiness einsteigen wollen.

Da ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, wann sich China die ersten Destillerien für die eigene Whiskyversorgung sichert.

Das muss ja an und für sich nichts schlimmes sein, schließlich gehören schon heute viele der schottischen Destillerien ausländischen Investoren. Das nennt man dann Globalisierung...

Na dann Slainte
Thomas


11. Januar 2008

Black Bowmore 1964, 42 Jahre alt - ein Kult Whisky

Es gibt wieder einen limitierten Black Bowmore von 1964, der es auf beachtliche 42 Jahre im Fass bebracht hat. Die 827 Flaschen von diesem Kult-Islay wurden am 5. November 2007 abgefüllt.

Nur der Preis hat es leider in sich. Er kostet 2000 GBP pro Flasche und wird wohl auf dem Sammlermarkt noch teuerer werden. Lassen wir uns überraschen.

Mit etwas Glück kann man die 2000 GBP sparen: eine Flasche wird direkt von Bowmore verlost.

…aber vielleicht gewinne ich die Flasche???

toi toi toi
Thomas

7. Januar 2008

Größe Ihrer Whiskysammlung - neue Umfrage

Jeder versteht unter Whiskysammlung etwas anderes. Da gibt es die "nur" Sammler, die Sammler und Geniesser, die auch einmal einen der Schätze öffnet und genießt und dann gibt es diejenigen unter uns, die nur genießen wollen und alles öffnen, was sie kaufen.

Aber wie groß ist eine durchschnittliche Sammlung (auch wenn sie nur zum sofortigen Genuss gedacht ist)?????

Teil meiner Whisky-Sammlung im Jahr 2000
Bei mir fing die "Genuss-Sammlung" vor über 15 Jahren mit ca. 20 Flaschen an - eine Schottland-Rundreise nach zwei Jahren katapultierte mich auf über hundert.
Dann wollte ich die 500 erreichen...
bei 800 habe ich die ersten Fässer gekauft
- und bei 1000 Flaschen plus einigen Fässern wurde aus dem Hobby ein "genussvolles Geschäft".


Eigentlich eine gesunde Entwicklung, wie ich finde... ;-)

Und wie steht's bei Ihnen? Ich bin gespannt auf Ihre Abstimmung und Kommentare!

Slainte



Thomas