22. November 2007

Professor Walter Schobert plaudert aus dem Nähkästchen

Seit 10 Jahren kommt Walter Schobert einmal im Jahr nach Basel zur Paul Ulrich AG und plaudert dabei mit Whisky-Liebhabern in überschaubarer Runde aus dem „Nähkästchen“.

Gestern war es wieder einmal so weit und im Vordergrund standen die Themen Qualität und Veränderungen beim Geschmack der Whiskies unter dem Einfluss der extrem gestiegenen Nachfrage aus Russland, Indien und China.

Viele Whisky-Fans werden schon gemerkt haben, dass etliche Großkonzerne ihr Design geändert haben (man könnte den Eindruck bekommen, es wurde ein „Global-Design“ geschaffen).

Aber noch schwerer wiegt, dass man bei etlichen Abfüllungen auch Geschmacks-Veränderungen feststellen kann: Laut H. Schober wird dies zum Einen daran liegen, das jetzt viele Destillerien auf die Kältefiltration verzichten und somit viel mehr Geschmack für uns als Konsumenten im Whisky verbleibt - zum Anderen kann der Single Malt durch die große Nachfrage einfach nicht mehr so fein selektiert werden, wie es noch vor einigen Jahren möglich war. Beides hat einen Einfluss auf den individuellen Charakter der Whiskies.

Neben den interessanten Einblicken ins Whisky-Geschehen gab es natürlich auch diverse vorzügliche Single Malts zu verkosten, wobei man sich an der ausgestellten Bar selbst bedienen konnte. Ich habe mich für einige der von Schober so genannten "Mauerblümchen" (weil nicht so stark im Fokus) entschieden: Unter anderem einen Inchgower aus der Flora & Fauna Serie, den man nicht so oft antrifft.

Ich habe ihn zwar selbst in der Sammlung - aber eben nicht geöffnet und habe mich gefreut, diesen fruchtig-leichten Whisky wieder einmal zu genießen. Ein schön appetitanregender Tropfen als Aperitif:

Tasting Notes

Inchgower, Flora & Fauna Serie

14 Jahre, 43% vol

Region: Speyside
Farbe: blasses Gold
Aroma: fruchtig nach Apfel, Toffee und Karamell
Geschmack: leicht, fruchtig mit einem Hauch von Eiche
Abgang: lang anhaltend am Gaumen, ein wenig nach getrockneten Apfelringen, später etwas bitter


Ich werde bestimmt auch nächstes Jahr versuchen, in Basel beim Whisky-Abend mit Prof. Schobert wieder dabei zu sein.

Slainte

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