29. November 2007

Freunde auf der InterWhisky in Frankfurt 2007

Unter echten Whisky Patrioten gibt es keinen Konkurrenzkampf (jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit).

Als Beweis hier ein (leider etwas blasses) Handy-Foto von der InterWhisky in Frankfurt letztes Wochenende: Da präsentierten doch tatsächlich die beiden unabhängigen Abfüller Arthur Winning von James MacArthur & Co. Ltd. und Stewart Laing von Douglas Laing & Co. Ltd. in trauter Gemeinsamkeit auf dem Stand der Firma „Finlay“ ihre Abfüllungen.

Sie hatten offensichtlich viel Spass miteinander - und ich hatte hinterher eindeutig zu viel von den sehr guten Whiskies der beiden probiert ;-)



Slainte!

27. November 2007

Independent Bottlers Challenge 2007

Im aktuellen Whisky Magazine wurden wieder die „Icons of Whisky 2007 – Scotland“ vergeben.


In diesem Jahr wurden über 160 Abfüllungen von unabhängigen Whisky Abfüllern probiert.

Für mich war der große Gewinner die Scotch Malt Whisky Society, die in 5 Kategorien eine Medaille gewonnen hat (und dabei kann man die Flaschen noch nicht einmal im freien Handel kaufen – nur Mitglieder können die Abfüllungen erwerben – aber wenigstens kann man auch als nicht Mitglied auf die Tastings gehen!)

Auf in die Tastings der Scotch Malt Whisky Society!
In dem Sinne
Slainte

22. November 2007

Professor Walter Schobert plaudert aus dem Nähkästchen

Seit 10 Jahren kommt Walter Schobert einmal im Jahr nach Basel zur Paul Ulrich AG und plaudert dabei mit Whisky-Liebhabern in überschaubarer Runde aus dem „Nähkästchen“.

Gestern war es wieder einmal so weit und im Vordergrund standen die Themen Qualität und Veränderungen beim Geschmack der Whiskies unter dem Einfluss der extrem gestiegenen Nachfrage aus Russland, Indien und China.

Viele Whisky-Fans werden schon gemerkt haben, dass etliche Großkonzerne ihr Design geändert haben (man könnte den Eindruck bekommen, es wurde ein „Global-Design“ geschaffen).

Aber noch schwerer wiegt, dass man bei etlichen Abfüllungen auch Geschmacks-Veränderungen feststellen kann: Laut H. Schober wird dies zum Einen daran liegen, das jetzt viele Destillerien auf die Kältefiltration verzichten und somit viel mehr Geschmack für uns als Konsumenten im Whisky verbleibt - zum Anderen kann der Single Malt durch die große Nachfrage einfach nicht mehr so fein selektiert werden, wie es noch vor einigen Jahren möglich war. Beides hat einen Einfluss auf den individuellen Charakter der Whiskies.

Neben den interessanten Einblicken ins Whisky-Geschehen gab es natürlich auch diverse vorzügliche Single Malts zu verkosten, wobei man sich an der ausgestellten Bar selbst bedienen konnte. Ich habe mich für einige der von Schober so genannten "Mauerblümchen" (weil nicht so stark im Fokus) entschieden: Unter anderem einen Inchgower aus der Flora & Fauna Serie, den man nicht so oft antrifft.

Ich habe ihn zwar selbst in der Sammlung - aber eben nicht geöffnet und habe mich gefreut, diesen fruchtig-leichten Whisky wieder einmal zu genießen. Ein schön appetitanregender Tropfen als Aperitif:

Tasting Notes

Inchgower, Flora & Fauna Serie

14 Jahre, 43% vol

Region: Speyside
Farbe: blasses Gold
Aroma: fruchtig nach Apfel, Toffee und Karamell
Geschmack: leicht, fruchtig mit einem Hauch von Eiche
Abgang: lang anhaltend am Gaumen, ein wenig nach getrockneten Apfelringen, später etwas bitter


Ich werde bestimmt auch nächstes Jahr versuchen, in Basel beim Whisky-Abend mit Prof. Schobert wieder dabei zu sein.

Slainte

20. November 2007

Umfrageergebnis: Schottischer Single Malt Whisky absolut top

Da ich selbst offensichtlich absoluter Scotch Single Malt Fan bin, war die Umfrage auf meinem Blog vielleicht ein bisschen suggestiv, aber ich hatte den Lesern ja andere Optionen angeboten...

Auch wenn ich selbst immer wieder zum schottischen Lebenswasser zurückkomme, probiere ich ja durchaus auch Whiskies anderer Herkunft (Whisky arround the world).

Einige meiner Leser halten das offensichtlich ähnlich und haben auch für Irischen oder auch Amerikanischen Whiskey gestimmt. Nichtsdestotrotz waren die Scotch Fans mit 93% (mit 14 von 15 Stimmen) weit in der Überzahl - vor dem zweitplatzierten Irish Whiskey.

Indischen Whiskey hat offensichtlich niemand für erwähnenswert gehalten - oder vielleicht noch nicht die Gelegenheit gehabt, ihn zu probieren? Ich gestehe, ich habe es auch noch nicht getan, werde diese Wissenslücke aber demnächst einmal schließen.


Wenn ich den Selbstversuch überlebe, werde ich darüber berichten!

Slainte!

18. November 2007

Whisky-Koch jetzt mit Shop in Darmstadt

Chris Pepper hat durch seine Menüs als Whisky-Koch ja schon einige Bekanntheit erlangt. Jetzt sind er und seine Frau Marion noch einen Schritt weitergegangen und haben letzten Samstag in Darmstadt einen Laden eröffnet, wo sie neben Whiskies und Destillerie Merchandising auch Bücher, Musik, Kunst & Kulinarisches aus Schottland anbieten.

Es war eine rauschende Eröffnungsfeier mit Pipes & Drums, Folk-Musik und Lesungen aus Whisky-Geschichten. Natürlich gab es auch eine Whisky-Verkostung, für die ich mit eigenen Abfüllungen und einer Auswahl von der Scotch Malt Whisky Society (SMWS) sorgen durfte, die ich seit diesem Sommer in Südwestdeutschland vertrete.

Zusätzlich zu den geladenen Gästen wurden auch einige zufällige Passanten von der Dudelsackmusik und dem kleinen Auflauf beim Laden angelockt und haben sich als sehr interessierte und experimentierfreudige Whisky-Verkoster gezeigt.

Weitere Aktionen sind auch schon geplant und ich bin sicher, dass der Laden sehr bald eine große Fangemeinde haben wird.

Öffnungszeiten: Di - Fr 16 - 20 Uhr; Sa 10 - 16 Uhr
Link zur Adresse: Google Maps

8. November 2007

Springbank Destillerie – ein Portrait

Ich hätte ja so gerne an der aktuellen
"Whisky-School" von Springbank teilgenommen...


Springbank ist schließlich eine der wenigen Destillerien,
die noch alle Schritte der Whisky-Herstellung selbst durchführt und z.B. ihre Gerste noch selbst über den

Räucherböden mälzt - und nicht fertig zukauft. Alles ist sehr persönlich, überschaubar und gemütlich - kein Fabrikbetrieb mit Stahltanks und Kesselwagenlieferungen.


Zwar hat es dieses Jahr nicht mit der Teilnahme
geklappt, aber ich habe das zum Anlass genommen, mal wieder die Geschichte und ein paar schöne Stücke aus meiner Sammlung herauszusuchen:

1837 beschloss der Schwarzbrenner Mitchel seine Destillerie zu legalisieren und das war dann auch die Geburtstunde von „Springbank“, die bis heute in der siebten Generation in Familienbesitz ist.

Neben dem eigentlichen Springbank Single Malt Whisky wird hier auch der Longrow mit seinem torfigen Charakter hergestellt und der Hazelburn (der durch seine dreifache Destillation auch gut ein Ire sein könnte).

Die Destillerie liegt im Städtchen Campeltown, an der Südspitze der Halbinsel Kintyre (die in der Musik ja auch schon besungen wurde).

Nächstes Jahr schaffe ich es bestimmt zu den Whisky-making classes - und bis dahin freue ich mich an den Schätzchen in meiner Whisky-Sammlung.



Slainte

4. November 2007

Devil's Place - die größte Whisky Bar der Welt

Die riesige Whisky-Auswahl im

Devil's-Place, so der Name der Bar im Hotel „Waldhaus am See“ in St. Moritz, lässt die Herzen eines jeden Whisky-Liebhabers höher schlagen! Meines ganz bestimmt!

Mit über 2'500 Whisky-Sorten bietet diese Bar die größte Auswahl der Welt und hat es schon zum 2. Mal zu einem Eintrag im Guinness Buch der Rekorde gebracht für diese Whisky-Sammlung. Da muss dann doch wirklich für jeden Liebhaber der richtige Whisky dabei sein...

Ich war leider nur einen Abend im Hotel und war dadurch in meiner Reise durch die Getränkekarte etwas limitiert – schade –.

Die Krönung an diesem Abend war aber, als mich Herr Bernasconi (ihm gehört das Hotel und die gigantische Bar) nach einem längeren Gespräch zu einem dram seines „Glenfiddich Private Vintage 1973 Waldhaus am See“ eingeladen hat: Fass Nr. 9883 – ein übergroßes Solera Fass – greift von 1973 bis zum 8.8.2006, 44,7%vol. Hier sind dann auch meine

Tastingnotes:

„Glenfiddich Private Vintage 1973 Waldhaus am See"
33 Jahre, 44,7%vol.


Region: Speyside
Farbe:
Bernstein - Kupfer
Nase: sehr feine Sherry Note – angenehm fruchtig – mit einem Hauch Schokolade
Geschmack: eine schon fast süßliche Sherry Note, Rosinen, dunkle Schokolade und am Gaumen entwickelt sich etwas Rauch.

Ein Malt wo man von Schluck zu Schluck immer neues entdecken kann und der schön lange anhält.