31. Dezember 2007

Die Sylvesterauswahl 2007 auf 2008

Weihnachten ist jetzt herum und wir warten auf das neue Jahr –

Malt sei dank, haben wir die Zeit doch sehr gut nutzen können:
Damit der Talisker von 1955 nicht so einsam war, wurde er von einem 27jährigen Imperial (James MacArthur Co. Ltd.) – Single Cask No. 10171 - 56,8%vol – (1976-2004) und einem „Speyside Finest“ 40 Jahre alt (1965-2006), 50%vol. (dahinter verbirgt sich ein Glenfarclas) von Douglas Laing begleitet.
105 Jahre Fassreifung (wenn auch über 3 Fässer verteilt) sind ja wirklich nicht zu verachten.

Tasting Notes:

Imperial 27 Jahre
von James MacArthur 56,8%vol.:

Farbe: Gold
Blume: Malz, Malz, Malz, … ein Hauch Marzipan und nasses Heu
Geschmack: eine malzige Süße mit getrockneten Apfelringen.
Abgang: ein guter trockener Aperitif – Malz dominiert noch immer und bekommt am Gaumen eine leichte Eichennote – hält mittel lang

Glenfarclas 40 Jahre
von Douglas Laing, 50%vol.
Farbe:
dunkles Gold (Altgold)
Blume: Rosine, Orangenmarmelade
Geschmack: süße Rosinen, Beeren, Heidekräuter, Vanille mit einem Hauch von Anisplätzchen
Abgang: leider für die große „Nase“ viel zu kurz! – die beerige Süße verfliegt sehr schnell und es bleibt ein Geschmack nach einem „schwarzen Tee mit einem Spritzer Milch“ – danach dominieren leider nur bittere Eichennoten
Schade – ich hätte nach dieser Blume etwas mehr Volumen am Gaumen erwartet.

Ich wünsche einen guten Start in das neue Jahr
Slainte
Thomas

19. Dezember 2007

Talisker von 1955 - mein Weihnachtsmalt

Ich wünsche allen Whiskyfreunden ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr.

Meinen "Weihnachtsmalt" habe ich mir bereits ausgesucht und freue mich, ihn mit guten Freunden in den nächsten Tagen teilen zu können.

Es ist ein
Talisker von 1955
- bottled 1993 -
(cask 1310,1311 & 1257) von Gordon & MacPhail mit 53,6%vol.

38 Jahre alt - der Inhalt ist kein unbekannter (3 Flaschen sind mir schon zum Opfer gefallen und ich habe es nie bereut!).


Tasting Notes:


Farbe: dunkler Bernstein
Blume: Pflaume mit Vanille, Toffee und eine fruchtige Süsse
Geschmack: die Pflaume und Fruchtigkeit schafft es bis zum Gaumen - ein Hauch von Rauch umgeben von leichten Eichennoten.
Abgang: schwerer Körper, der sehr lange erhalten bleibt - wie ein nicht endendes Feuerwerk

Merry Christmas and Happy New Year

Thomas

11. Dezember 2007

Macallan Video zur Christie's Auktion (Reuters)

Von Reuters gibt es noch ein Video zur ersten Whisky Auktion bei Christie's in New York seit 1920. Das Auktionsverbot für Wein wurde erst 1994 aufgehoben, stärkere Spirituosen dürfen erst seit diesem August wieder versteigert werden - und Christie's sieht darin ein Riesengeschäft.


Im Video geht man auf den ganzen Whiskymarkt und das gewaltige Potenzial für Sammler und Investoren ein. Wenn man das Interview hört, kann man sich sehr gut vorstellen, dass die Preise auch in der nächsten Zeit weiter steigen werden.

Video Clip (in englisch)
nur Link zu Reuters India, wg. copyright


Sammler sollten also lieber mit dem Verkaufen noch warten oder viel besser damit anfangen, einige ihrer edlen Tröpfchen zu trinken. Sie werden nie wieder so günstig an geschichtsträchtige Whiskies kommen! – Ich werde mir Weihnachten jedenfalls endlich mal wieder einen Talisker von 1955 in Fassstärke gönnen – man lebt schließlich nicht ewig.

In dem Sinne
Slainte

10. Dezember 2007

Macallan für 54.000 USD bei Christie's Auktion versteigert

Ich hab es doch schon immer gesagt: die Preise für alten Whisky drehen ab!

Bei der ersten Spirituosen Auktion seit der Prohibition in den USA (1920-1933) wurde jetzt bei Christie's in New York eine Flasche Macallan - immerhin 60 Jahre alt: destiliert 1926, abgefüllt 1986 - für 54.000 USD versteigert.

Einen 1928er Macallan hatte ich schon einmal in einem Moskauer Spezialitätengeschäft in der Hand, der dort 100.000 USD kosten sollte. Daneben erscheint der Auktionspreis fast wie ein Schnäppchen... ;-)

...genauso wie für die Whisky-Sammlung mit 729 Flaschen (allerdings nicht nur Single Malts) die bei der Gelegenheit auch für 102.000 USD an einen anonymen Sammler ging.

Presse-Meldung von Christie's
(pdf, 91kb)

Link zum Bericht bei Reuters

Link zum Foto bei Reuters/New York

29. November 2007

Freunde auf der InterWhisky in Frankfurt 2007

Unter echten Whisky Patrioten gibt es keinen Konkurrenzkampf (jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit).

Als Beweis hier ein (leider etwas blasses) Handy-Foto von der InterWhisky in Frankfurt letztes Wochenende: Da präsentierten doch tatsächlich die beiden unabhängigen Abfüller Arthur Winning von James MacArthur & Co. Ltd. und Stewart Laing von Douglas Laing & Co. Ltd. in trauter Gemeinsamkeit auf dem Stand der Firma „Finlay“ ihre Abfüllungen.

Sie hatten offensichtlich viel Spass miteinander - und ich hatte hinterher eindeutig zu viel von den sehr guten Whiskies der beiden probiert ;-)



Slainte!

27. November 2007

Independent Bottlers Challenge 2007

Im aktuellen Whisky Magazine wurden wieder die „Icons of Whisky 2007 – Scotland“ vergeben.


In diesem Jahr wurden über 160 Abfüllungen von unabhängigen Whisky Abfüllern probiert.

Für mich war der große Gewinner die Scotch Malt Whisky Society, die in 5 Kategorien eine Medaille gewonnen hat (und dabei kann man die Flaschen noch nicht einmal im freien Handel kaufen – nur Mitglieder können die Abfüllungen erwerben – aber wenigstens kann man auch als nicht Mitglied auf die Tastings gehen!)

Auf in die Tastings der Scotch Malt Whisky Society!
In dem Sinne
Slainte

22. November 2007

Professor Walter Schobert plaudert aus dem Nähkästchen

Seit 10 Jahren kommt Walter Schobert einmal im Jahr nach Basel zur Paul Ulrich AG und plaudert dabei mit Whisky-Liebhabern in überschaubarer Runde aus dem „Nähkästchen“.

Gestern war es wieder einmal so weit und im Vordergrund standen die Themen Qualität und Veränderungen beim Geschmack der Whiskies unter dem Einfluss der extrem gestiegenen Nachfrage aus Russland, Indien und China.

Viele Whisky-Fans werden schon gemerkt haben, dass etliche Großkonzerne ihr Design geändert haben (man könnte den Eindruck bekommen, es wurde ein „Global-Design“ geschaffen).

Aber noch schwerer wiegt, dass man bei etlichen Abfüllungen auch Geschmacks-Veränderungen feststellen kann: Laut H. Schober wird dies zum Einen daran liegen, das jetzt viele Destillerien auf die Kältefiltration verzichten und somit viel mehr Geschmack für uns als Konsumenten im Whisky verbleibt - zum Anderen kann der Single Malt durch die große Nachfrage einfach nicht mehr so fein selektiert werden, wie es noch vor einigen Jahren möglich war. Beides hat einen Einfluss auf den individuellen Charakter der Whiskies.

Neben den interessanten Einblicken ins Whisky-Geschehen gab es natürlich auch diverse vorzügliche Single Malts zu verkosten, wobei man sich an der ausgestellten Bar selbst bedienen konnte. Ich habe mich für einige der von Schober so genannten "Mauerblümchen" (weil nicht so stark im Fokus) entschieden: Unter anderem einen Inchgower aus der Flora & Fauna Serie, den man nicht so oft antrifft.

Ich habe ihn zwar selbst in der Sammlung - aber eben nicht geöffnet und habe mich gefreut, diesen fruchtig-leichten Whisky wieder einmal zu genießen. Ein schön appetitanregender Tropfen als Aperitif:

Tasting Notes

Inchgower, Flora & Fauna Serie

14 Jahre, 43% vol

Region: Speyside
Farbe: blasses Gold
Aroma: fruchtig nach Apfel, Toffee und Karamell
Geschmack: leicht, fruchtig mit einem Hauch von Eiche
Abgang: lang anhaltend am Gaumen, ein wenig nach getrockneten Apfelringen, später etwas bitter


Ich werde bestimmt auch nächstes Jahr versuchen, in Basel beim Whisky-Abend mit Prof. Schobert wieder dabei zu sein.

Slainte

20. November 2007

Umfrageergebnis: Schottischer Single Malt Whisky absolut top

Da ich selbst offensichtlich absoluter Scotch Single Malt Fan bin, war die Umfrage auf meinem Blog vielleicht ein bisschen suggestiv, aber ich hatte den Lesern ja andere Optionen angeboten...

Auch wenn ich selbst immer wieder zum schottischen Lebenswasser zurückkomme, probiere ich ja durchaus auch Whiskies anderer Herkunft (Whisky arround the world).

Einige meiner Leser halten das offensichtlich ähnlich und haben auch für Irischen oder auch Amerikanischen Whiskey gestimmt. Nichtsdestotrotz waren die Scotch Fans mit 93% (mit 14 von 15 Stimmen) weit in der Überzahl - vor dem zweitplatzierten Irish Whiskey.

Indischen Whiskey hat offensichtlich niemand für erwähnenswert gehalten - oder vielleicht noch nicht die Gelegenheit gehabt, ihn zu probieren? Ich gestehe, ich habe es auch noch nicht getan, werde diese Wissenslücke aber demnächst einmal schließen.


Wenn ich den Selbstversuch überlebe, werde ich darüber berichten!

Slainte!

18. November 2007

Whisky-Koch jetzt mit Shop in Darmstadt

Chris Pepper hat durch seine Menüs als Whisky-Koch ja schon einige Bekanntheit erlangt. Jetzt sind er und seine Frau Marion noch einen Schritt weitergegangen und haben letzten Samstag in Darmstadt einen Laden eröffnet, wo sie neben Whiskies und Destillerie Merchandising auch Bücher, Musik, Kunst & Kulinarisches aus Schottland anbieten.

Es war eine rauschende Eröffnungsfeier mit Pipes & Drums, Folk-Musik und Lesungen aus Whisky-Geschichten. Natürlich gab es auch eine Whisky-Verkostung, für die ich mit eigenen Abfüllungen und einer Auswahl von der Scotch Malt Whisky Society (SMWS) sorgen durfte, die ich seit diesem Sommer in Südwestdeutschland vertrete.

Zusätzlich zu den geladenen Gästen wurden auch einige zufällige Passanten von der Dudelsackmusik und dem kleinen Auflauf beim Laden angelockt und haben sich als sehr interessierte und experimentierfreudige Whisky-Verkoster gezeigt.

Weitere Aktionen sind auch schon geplant und ich bin sicher, dass der Laden sehr bald eine große Fangemeinde haben wird.

Öffnungszeiten: Di - Fr 16 - 20 Uhr; Sa 10 - 16 Uhr
Link zur Adresse: Google Maps

8. November 2007

Springbank Destillerie – ein Portrait

Ich hätte ja so gerne an der aktuellen
"Whisky-School" von Springbank teilgenommen...


Springbank ist schließlich eine der wenigen Destillerien,
die noch alle Schritte der Whisky-Herstellung selbst durchführt und z.B. ihre Gerste noch selbst über den

Räucherböden mälzt - und nicht fertig zukauft. Alles ist sehr persönlich, überschaubar und gemütlich - kein Fabrikbetrieb mit Stahltanks und Kesselwagenlieferungen.


Zwar hat es dieses Jahr nicht mit der Teilnahme
geklappt, aber ich habe das zum Anlass genommen, mal wieder die Geschichte und ein paar schöne Stücke aus meiner Sammlung herauszusuchen:

1837 beschloss der Schwarzbrenner Mitchel seine Destillerie zu legalisieren und das war dann auch die Geburtstunde von „Springbank“, die bis heute in der siebten Generation in Familienbesitz ist.

Neben dem eigentlichen Springbank Single Malt Whisky wird hier auch der Longrow mit seinem torfigen Charakter hergestellt und der Hazelburn (der durch seine dreifache Destillation auch gut ein Ire sein könnte).

Die Destillerie liegt im Städtchen Campeltown, an der Südspitze der Halbinsel Kintyre (die in der Musik ja auch schon besungen wurde).

Nächstes Jahr schaffe ich es bestimmt zu den Whisky-making classes - und bis dahin freue ich mich an den Schätzchen in meiner Whisky-Sammlung.



Slainte

4. November 2007

Devil's Place - die größte Whisky Bar der Welt

Die riesige Whisky-Auswahl im

Devil's-Place, so der Name der Bar im Hotel „Waldhaus am See“ in St. Moritz, lässt die Herzen eines jeden Whisky-Liebhabers höher schlagen! Meines ganz bestimmt!

Mit über 2'500 Whisky-Sorten bietet diese Bar die größte Auswahl der Welt und hat es schon zum 2. Mal zu einem Eintrag im Guinness Buch der Rekorde gebracht für diese Whisky-Sammlung. Da muss dann doch wirklich für jeden Liebhaber der richtige Whisky dabei sein...

Ich war leider nur einen Abend im Hotel und war dadurch in meiner Reise durch die Getränkekarte etwas limitiert – schade –.

Die Krönung an diesem Abend war aber, als mich Herr Bernasconi (ihm gehört das Hotel und die gigantische Bar) nach einem längeren Gespräch zu einem dram seines „Glenfiddich Private Vintage 1973 Waldhaus am See“ eingeladen hat: Fass Nr. 9883 – ein übergroßes Solera Fass – greift von 1973 bis zum 8.8.2006, 44,7%vol. Hier sind dann auch meine

Tastingnotes:

„Glenfiddich Private Vintage 1973 Waldhaus am See"
33 Jahre, 44,7%vol.


Region: Speyside
Farbe:
Bernstein - Kupfer
Nase: sehr feine Sherry Note – angenehm fruchtig – mit einem Hauch Schokolade
Geschmack: eine schon fast süßliche Sherry Note, Rosinen, dunkle Schokolade und am Gaumen entwickelt sich etwas Rauch.

Ein Malt wo man von Schluck zu Schluck immer neues entdecken kann und der schön lange anhält.

31. Oktober 2007

Whisky-Amnestie in Glasgow

Bei wem verstaubt nicht auch irgendwo eine Flasche mit ungewissem Inhalt, die man einmal geschenkt bekommen und dann lieber doch nicht getrunken hat?

Eine ungewöhnliche Marketing-Idee von Highland Park schafft Abhilfe:

Die "Whisky Amnesty"

anlässlich der Whisky-Live in Glasgow dieses Wochenende (2. - 3. November).

Gefunden habe ich diese gute Nachricht gerade im "Scotch Blog", wo auch die Details beschrieben sind:
"...

  • Zum Tausch gebracht werden können 70 cl Flaschen Schnaps jeder Art
  • Diese wird gegen eine 70cl Flasche mit 18jährigem Highland Park getauscht
  • Ein Tausch pro Person
  • Wer zuerst kommt, tauscht zuerst - die Aktion ist auf 200 Flaschen limitiert
  • Alle mitgebrachten Flaschen werden ordnungsgemäß recycled..."
Also, schnell die Schränke durchforstet und auf nach Glasgow! :-)

Ich frage mich nur, wie diese tolle Werbe-Aktion mit dem kürzlich angekündigten Stop von Single Cask Abfüllungen zusammenpasst ? Es wäre schade, wenn es einfach noch ein weiterer Schritt in Richtung Massenproduktion und -Marketing wäre....

Slainte

28. Oktober 2007

Whisky Bar Tipp in Edinburgh


Der Geheimtipp für Edinburgh Besucher, die einen guten Whisky trinken möchten - die „Bow Bar“


Schon vor vielen Jahren war dieser Pub mein Anlaufpunkt bei Edinburgh Besuchen. Seit einem Jahr gibt es sogar eine Whisky Karte. Früher musste man sich noch durch die Regale wühlen – das hatte allerdings auch seinen Charme und man hatte immer nette Gespräche an der Bar (besonders wenn man schon etwas Whisky genossen hatte).


Diesen Sommer war ich wieder einmal da und fand die Bar irgendwie verändert. Ich konnte erst gar nicht verstehen, was denn anders war. Dann wurde es mir im wahrsten Sinne des Wortes klar: Die Flaschen im Regal hinter dem Barmann waren auch von weitem deutlich zu erkennen. Keine Rauchschwaden mehr - klare Sicht durch die ganze Bar! Das Rauchverbot scheint dem Barbetrieb in Schottland auch nicht nennenswert zu schaden: die Raucher wanderten immer mal wieder mit ihrem Drink vor die Tür, wo es mit Gleichgesinnten immer Gesprächsstoff gab. Und drinnen konnte man die schönen Whiskies in vollem Aroma genießen. Aus meiner Sicht hat die Bow-Bar damit sogar noch an Attraktivität gewonnen.


Die Bar befindet sich direkt unterhalb vom Castle und liegt somit schön zentral. Und gegenüber in den Arkaden, im Restaurant "Grain Store" kann man sich vorher noch bei hervorragender Küche die passende Grundlage schaffen. (Reservierung empfohlen, da das Restaurant nur wenige Plätze hat)


Slainte

24. Oktober 2007

Umfrageergebnis: “Wie trinke in meinen Whisky am liebsten?“

Das Ergebnis war mit 71% (bei 14 Stimmen) ein deutliches Bekenntnis zu den Single Cask Abfüllungen.
Man trinkt also „Fassstärke“ .

Dann liege ich mit meiner Vorliebe voll im Trend: die habe ich seit meinem ersten Single Cask Malt in den Cairngorms vor langer Zeit – (OK den 105 von Glenfarclas hatte ich schon vorher genossen, der mich damals aber noch nicht überzeugen konnte).
In diesem Sinne
Slainte

23. Oktober 2007

„kleinste Bar der Welt“ – und es geht weiter

klein scheint momentan fein zu sein – wenn es sich laut dem Pressebericht (franchise-net) jetzt sogar schon lohnt mit dem Konzept – „kleinste Bar der Welt“ in den Bereich Franchising einzusteigen, muss da wohl etwas dran sein.
Lassen wir uns einmal überraschen, wie „klein“ eine Bar mit einem adäquaten Sortiment werden kann (darf) und wird es eine Schanklizenz geben?
– ob das da nicht noch Einschränkungen gibt – sprich Mindestanforderungen? – in Deutschland ganz bestimmt!

21. Oktober 2007

Leipzig goes Whisky – 21. Oktober 2007

Am heutigen Sonntag, den 21. Oktober wird es die 1. Leipziger Whisk(e)y-Messe am 21. Oktober im Strohsack geben (also eher ein Whisky Sonntag)

Schade, dass der Termin so spät von mir gefunden wurde – aber vielleicht gibt es ja noch den Einen oder Anderen aus der Umgebung von Leipzig, der noch mal schnell einen Abstecher machen möchte.

Ich wünsche noch einen schönen Sonntag

19. Oktober 2007

Whisky Bar Tipp in Mannheim

Algonquin Bar, Mannheim

Schon vor längerem hatte mir ein Bekannter von der Whisky-Bar im Hotel Wartburg (Mannheim – F4, 4-11) erzählt, und es hat auch ein Weilchen gedauert, bis ich wieder in der Gegend war.

Durch meinen Job habe ich schon wirklich viele (Hotel)-Bars gesehen und darum eigentlich das Vorurteil, dass ein Hotel keine erstklassige Whisky Bar haben kann...


Aber die Bar im Hotel Wartburg fällt da völlig aus dem Rahmen: Es gibt „richtige“ Nosing Gläser, eine super Auswahl (über 300 Single Malts und viele Einzelfassabfüllungen!!!) und einen 1A Barkeeper.

Diese „Überraschung“ in Mannheim kann ich nur wärmstens empfehlen.

UPDATE:  Leider ist die Bar nach einem Besitzerwechsel im Jahr 2009 geschlossen worden.

15. Oktober 2007

Cadenhead – unabhängiger Whisky Abfüller

William Cadenhead hat 1842 in Aberdeen einen Wein und Spirituosenladen eröffnet (wie z.B. auch Gordon & MacPhail, Justerini & Brooks, ...).
Heute befindet sich die Zentrale in Campeltown.
Zusammen mit Gordon & MacPhail gehört Cadenhead zu den ältesten und bedeutendsten unabhängigen Whisky Abfüllern.



Die Dumpy Brown Flaschen stammen aus der 80er / 90er Jahre Periode bis Cadenhead dann auch auf die „Standard“ Whiskyflaschen umgestellt hat (leider, wie ich denke) - einige Flaschen habe ich Gott sei dank in meiner Sammlung.

13. Oktober 2007

Springbank – die Whisky Schule hat begonnen

Im Springbank Blog The Tastingroom kann man über die ersten “Schüler” nachlesen
und einen kleinen Eindruck vom „Unterricht“ bekommen.

Hier heisst es auch, dass sie überlegen, die Kurse auch im Frühjahr 2008 anzubieten - nicht nur im Herbst. Dann werde ich bestimmt versuchen teilzunehmen.

Lassen wir uns überraschen, denn die ersten Kurse sind für mich erstaunlicherweise leider
nicht ausgebucht. Persönlich hätte ich erwartet, dass die Whisky-Fans Springbank die Tür einrennen – so kann man sich irren.

12. Oktober 2007

Whisky Bar Tipp in Glasgow

Wer sich jetzt im Herbst auf den Weg nach Schottland macht und einen Stopp in Glasgow einlegt, der kommt um einen Besuch in der Bar „The Potstill“ nicht herum.

Ein rustikales Interieur und 1a Whisky Auswahl – da kann man auch noch bezahlbare Raritäten probieren – ich konnte jedenfalls nicht widerstehen.

Slainte

5. Oktober 2007

Highland Park stellt Single Cask Abfüllungen ein !?


Gerüchte gab es wohl schon seit einiger Zeit, jetzt wurde es wohl bestätigt, dass Highland Park keine Einzelfassabfüllungen mehr machen will.

Was bedeutet das?

Werden alte Abfüllungen dadurch wertvoller?

Steigt Bedeutung von Private Bottlern ?


Ursprungsmeldung von The Malt Advocate (englisch)

2. Oktober 2007

Springbank Whisky School - Kurse im Oktober/November

Damit ist Springbank nicht die erste Destillerie, die so etwas begeisterten Whisky Freunden anbiete, wohl aber die einzige Destillerie, wo man den ganzen Herstellungsprozess, inklusive
„Malting & Kilning“) erleben kann.
Wer wäre da nicht gerne mit dabei? Ich ganz bestimmt.
Slainte

Detailinfos von Springbank (pdf)

30. September 2007

Neuer Auktionsrekord: Bowmore Single Malt für 42000 Euro versteigert

Diese Meldung hat es gestern sogar ins Radio geschafft und als ich nach Details suchte, bin ich als erstes bei Michaels "Whisky-News" Blog fündig geworden:

Eine Flasche Whisky ist in Schottland für 29.400 Pfund (rund 42.000 Euro) versteigert worden. Der 157 Jahre alte Bowmore Single Malt erreichte den höchsten Preis, der auf einer Auktion jemals für einen Scotch Whisky gezahlt wurde. ... Der Liebhaber ließ sich auch nicht davon abhalten, dass der Korken vergangene Woche in den Whisky gefallen war, sagte ein Sprecher des Auktionshauses.

Ein Vertreter von Bowmore selbst wollte die Flasche auch ersteigern, um sie im neuen Visitor Centre auf Islay auszustellen, konnte aber mit dem gesetzten Limit nicht mit dem Höchstbietenden mithalten.

Die Tatsache, dass den Käufer der fehlende Korken nicht stört, deutet für mich eindeutig darauf, dass hier ein Genießer die Flasche zum Trinken und wohl kaum als Geldanlage oder zur Ausstellung gekauft hat.

Ich frage mich, wie sie die Verpackung und den Transport regeln - ich würde mich jederzeit als Kurier zur Verfügung stellen....

Link zur Ursprungsmeldung bei AuctionInfo (in englisch)

28. September 2007

Erster Whisky aus Mecklenburg

Die Expansion bei den nicht Schottischen Destillerien geht fröhlich weiter.
Hatte ich doch erst vor einigen Wochen von einer neuen Destillerie in Tschechien
berichtet – so gibt es jetzt auch eine in Mecklenburg.
Wie ich schon gemunkelt habe, ist es nur eine Frage der Zeit bis es auch
Helgoländer Whisky gibt.

25. September 2007

Neue Umfrage gestartet

Wie trinke ich meinen Whisky am liebsten?
Damit ist die Trinkstärke gemeint.
Ich bin schon auf das Ergebnis gespannt.

Umfrageergebnis: Originalabfüllung oder Whisky vom unabhängigen Abfüller...

Das Ergebnis ist recht ausgeglichen ausgefallen – die Unabhängigen hatten eine leichten Vorsprung.


Das muss wohl daran gelegen haben, dass ich für die Unabhängigen votiert habe.


In Cöpenick, auf dem letzten Whisky Herbst ist mir allerdings aufgefallen, dass die Masterclass Tastings der unabhängigen Abfüller sehr gut besucht waren und einige Anbieter sehr bekannter Marken dagegen mit einer schlechten Beteiligung zu kämpfen hatten.

21. September 2007

Noch mehr Höhenflüge bei Whisky-Tastings

Die Whisky-Freunde vom Whisky-Circle Pinzgau waren bei Ihrem "Vertical Tasting" auf dem Großglockner nicht ganz so hoch hinaus gegangen wie vor kurzem die Schweizer, hatten dafür aber ganz offensichtlich das bessere Wetter...

Mich würden jetzt eigentlich noch die Tasting Notes interessieren - im Vergleich zu denen von "Normalhöhe": in der Höhe kommen die Aromen ja doch anders zur Geltung.

20. September 2007

„Cassoulet und Knockando“

Ich bin beim Kochen mit Whisky nicht alleine – habe ich doch jetzt in der „Sueddeutsche.de“ den Artikel zum Buch „Whisky & Food“ gefunden. Das Kochen mit Whisky ist also eine Bereicherung, allerdings wird in dem Bericht auch auf die „leichte“ Einseitigkeit bei der Whiskyauswahl hingewiesen – wer der Sponsor ist, kann im Bericht nachgelesen werden.
Es geht also nichts über das Ausprobieren mit den eigenen Lieblingswhiskies.

Slainte oder besser guten Appetit

19. September 2007

Whisky Tasting auf 3033m Höhe und 3°C

Bei dem ersten inoffiziellen Schweiz - Deutschen Whisky Forum Treffen am 10.09.2007 in über 3000 m Höhe und Degustation der Einzelfassabfüllung eines Cragganmore wäre ich gerne mit dabei gewesen – vielleicht nimmt man mich beim nächsten Treffen mit?
Allerdings braucht man bei den niedrigen Temperaturen eine schön warme Hand, da sich das Aroma des Whisky sonst nicht so richtig entfalten kann – aber beim Aufstieg wird einem bestimmt ganz schön warm!

Ein Whisky-Refugium im bergischen Land - die Saxo-Bar in Remscheid

Auf dem Rückweg vom Whishky-Herbst in Berlin habe ich noch einen Zwischenstopp bei Mike's Saxo Bar in Remscheid eingelegt.


In dem alten Gemäuer werden schon seit über 100 Jahren Gäste bewirtet und die Bar konnte über die ganze Zeit ihren historischen Flair bewahren. Der ideale Platz für einen schönen Whisky – und Mike hat sogar einen Ardbeg 30 Jahre – very old - im Angebot, was will man da noch mehr? Nah - wieder hingehen!

18. September 2007

Kochen mit Whisky - ein Selbstversuch

Nachdem immer öfter über die Verwendung von Scotch Single Malt zum Kochen und Backen berichtet wird, habe ich es wie schon mal angekündigt dieses Wochenende endlich selbst probiert: Anstatt das Rinderfilet mit Wodka zu "Boeuf Stroganoff" zu machen, habe ich es mit einem guten Schuss Talisker (13 Jahre, mit 55,3% vol.) flambiert und auch einen Schuss in die Sahne-Pfeffersauce gegeben.

Das war für mich sowohl in Bezug auf das Whisky-Opfer (jawoll!) als auch das zu erwartende Geschmackserlebnis ein Wagnis, weshalb ich das Menu auch "Boeuf Braveheart" getauft habe.



Das Resultat war so gut, daß ich bestimmt wieder das Whisky-Opfer auf mich nehmen werde!

Dann werde ich es auch einmal mit einem Laphroaig versuchen - mal schauen wie sich der Torfgeschmack mit dem Filet verträgt?

14. September 2007

Cöpenicker Whisky-Herbst in Zukunft auch ein "Whisky-Schiff" ?

Das Whisky-Schiff in Zürich hat ja inzwischen schon ziemlichen Kultstatus. Jetzt ist der Cöpenicker Whisky-Herbst neben dem Zeltdorf mit den Ausstellern für seine Tastings und Seminare auch auf Schiffe ausgewichen. Wie ich finde, kein schlechter Schachzug - so kann man die leichten Gleichgewichtsstörungen, die sich beim x-ten Malt einstellen, locker auf den schwankenden Untergrund schieben ;-)

Abgesehen davon konnte man an Land bei der Vielzahl der ausgeschenkten Whisky-Proben und netten Gesprächen an den Ständen doch die Zeit vergessen und ganz schön platte Füße bekommen. Die Stände von Cadenhead und der Dutch Connection waren dabei wieder ganz besondere Magneten, aber auch einige besondere Abfüllungen, wie z.B. ein alter Glen Grant von der Scotch Malt Whisky Society waren bald ausgetrunken. Fotos der Veranstaltung gibt's auf Whisky-info.de .

Dann gab es auch wieder diverse Themenseminare oder Tastings von Sonderabfüllungen, zu denen ich leider diesmal nicht gehen konnte, weil ich nämlich für mein eigenes Tasting "über 4 Inseln nach Speyside" mit Abfüllungen von The Whisky Chamber halbwegs standfest bleiben wollte. Es hatten sich eine Menge Leute angemeldet und ich wollte sie auf jeden Fall mit interessanten Hintergrundinfos und Aroma-Ideen zu den verkosteten Abfüllungen versorgen.

Besonders in der Degustationsreihe gefallen hat wohl der Highland Park mit seiner Kräuter Note und dem feinen Rauch, zu dem ein Teilnehmer sagte: "Oh, ein salziger Ricola".
Darum bringe ich hier einfach mal dazu meine

Tasting Notes:

The Whisky Chamber - Highland Park
1992 - 2006 (13 years)

61,5%vol. – Sherry Cask –

Region: Islands
Farbe: attraktives, blasses Gold
Aroma: Blumig, Heidekräuter, etwas Torfrauch
Geschmack: leicht salzig in Kombination mit etwas Torf, Nüsse, Honig
Nachklang: etwas Salz das nach und nach von Sherrynoten verdrängt wird. Im Hintergrund finden sich noch leichte Eichentöne – recht lang und angenehm

11. September 2007

Whisky sammeln (und trinken) wird immer beliebter

Whisky wird von immer mehr Genießern als etwas Besonderes entdeckt und kann gegenüber einem guten Weinjahrgang langsam an Boden gewinnen.

Alter Whisky ist aber rar und die Jagd nach besonderen Jahrgängen hat begonnen: Wer möchte nicht ein paar Flaschen von seinem Geburtstag oder Hochzeitstag sein Eigen nennen und zu einem schönen Anlass genießen?

In der Presse mehren sich die Reportagen über die neue Vorliebe „Whisky“.

...und die Inder/Chinesen haben noch gar nicht richtig angefangen den Markt leer zu kaufen – so viele Flaschen sind nicht mehr im Umlauf, um alle glücklich zu machen. Es gibt schon Anzeichen - z.B. auf einigen Auktionen in letzter Zeit -, dass die Preise durch die gesteigerte Nachfrage bald ins Astronomische steigen könnten. Diese Entwicklung hat man ja auch schon bei Rotwein oder Cognac erlebt...

6. September 2007

Whisky aus Tschechien!?

Die „Whisky-Inflation“ geht weiter – jetzt haben auch die Tschechen ihre eigene Whiskyherstellung. Es ist nur noch eine Frage der Zeit und es gibt auch einen Helgoländer Whisky! (wobei das wegen der Steuerfreiheit noch preislich interessant sein könnte... :-) )

Ich hatte neulich ein interessantes Gespräch mit einem Schweizer Whiskyproduzenten und habe gefragt, wie er auf die Idee mit der Whiskyherstellung gekommen ist?


Die Antwort war eigentlich verständlich:

Es gibt immer mehr alkoholfreies Bier – wohin mit dem Alkohol? Ab in die Brennblase und dann das Destillat einfach 3 Jahre im Eichenfass lagern und schon hat man etwas geschaffen, was sich wieder vermarkten lässt – einen lokalen „Whisky“.

Aber ist dass dann Whisky wie wir ihn verstehen????

4. September 2007

Nur Originalabfüllungen? Neue Whisky-Umfrage gestartet

Macht es einen Unterschied, ob der Whisky eine Originalabfüllung ist oder von einem Unabhängigen Abfüller (als Single Cask) kommt?
Worin könnte er liegen?

2. September 2007

Michael Jackson ist tot

Am 30. August ist ein großer „Whisky-Begleiter“ in London an der Parkinsonschen Krankheit verstorben.
Wer unter den Whisky Freuden hat nicht eines seiner Whisky Companion in seiner Buchsammlung?

30. August 2007

Größtes Whiskyfestival weltweit – Südafrika

Vom 31. Oktober bis zum 2. November findet in Kapstadt (Südafrika) wieder das größte Whiskyfestival der Welt (wenn man der Presse glauben dar) statt.

Wer hätte gedacht, dass es ausgerechnet in Südafrika und nicht in Schottland stattfindet, oder wenigstens in Europa.

Für einen spontanen Besuch ist es dann doch leider etwas weit entfernt.
Schade...

27. August 2007

Umfrageergebnis: Whisky wird nicht alleine getrunken

Es war ein eindeutiges Ergebnis:
die Mehrheit genießt ihren Whisky mit Freunden
(12 von 32 Stimmen), allerdings können sich auch viele Whiskyfreunde für einen Dram zum Digestif (8 Stimmen) oder zu einem guten Buch (7 Stimmen) begeistern.

Aber jetzt kommt etwas für mich erstaunliches – für Whisky zum Essen gab es nur 1 Stimme !
Wenn ich die kürzliche Flut von Presseberichten und Artikeln über Kochen und Essen mit Whisky betrachte, dann haben wir alle den Trend wohl irgendwie verpasst? Oder?

Siehe z.B. aus einer Pressemitteilung vom 7.8.2007
Wein war gestern – Zu einem guten Essen gehört ein guter Whisky
Whisky & Food“ by Chandra Kurt - eine kulinarische Reise in die Welt des Whiskygenusses“

Wie ist Eure Meinung zu diesem Thema?
Ich kämpfe noch mit mir, ob ich es tatsächlich riskieren soll, einen Ardbeg Uigeadail zum Verfeinern der Sahnesauce für mein "Boeuf Bravehart" zu nehmen...

15. August 2007

Union Jack in Berlin: die beste Whisky-Bar Deutschlands

Letzte Woche war ich mal wieder in Berlin und konnte es zum Glück einrichten, mal wieder bei "Snake" vorbeizuschauen, der einzigartigen Wirtin des "Union Jack".

Die Bar im Berliner Bezirk Chalottenburg hat nicht nur eine riesen Whisky-Auswahl (darum konkurrieren ja inzwischen schon viele - und zählen dann alles vom Dimple über Racke Rauchzart dazu) - nein diese Bar hat wirklich ausgesuchte Raritäten auf den Regalen - und "unter" der Bar ;-). Und die Schätzchen werden nicht einfach so jedem eingeschenkt, der da einen Schluck begehrt... Nein, nein, "Snake" prüft erst, ob man sich des edlen Tropfens überhaupt würdig erweist! ... und dann werden einem auch mal die Flaschen der 3. (versteckten) Reihe vorgestellt. Da wird es mit der Auswahl aber um so schwerer.

So musste auch ich bei meinem ersten Besuch zunächst einige kritische Fragen beantworten und die "richtigen" Präferenzen zeigen. Erst dann wurde mir zögernd der letzte Schluck aus einer wunderbaren Flasche Talisker von 1953 ausgeschenkt.

Diesmal kamen wir gleich ins Gespräch und führten eine "sensorische Testreihe" über die Jahre 1939 (Glen Grant, G&M) bis in die Gegenwart durch. Es wurde ein langer Abend und meine letzten Notizen sind nicht mehr sehr klar, aber das hier bekomme ich für meine Tasting Notes noch zusammen:

Tasting notes:

Talisker GM 1953 cask strength
Region: Islands
Farbe: dunkler Bernstein
Blume: Pflaume mit einem Hauch Vanille (fruchtige Süsse), Toffee
Geschmack: Backpflaume umgeben von einer angenehmen fruchtigen Süsse -
eine Spur Rauch und Eiche (das Holz ist aber nicht aufdringlich) -
eine Geschmacksexplosion!
Abgang: fast unendlich mit immer neuen positiven Eindrücken

Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch bei "Snake" - und das wird am 5. September vor dem Cöpenicker Whiskyherbst sein.
...




9. August 2007

Einbrecher stehlen teuren Whisky

Habe ich es nicht schon geschrieben - Whisky wird immer wertvoller und ist jetzt auch als wohl gut verkäufliches Hehlergut im Fokus bei Räubern - jedenfalls in der Schweiz!

7. August 2007

Cöpenicker Whiskyherbst in Berlin - 7.-8. September 2007

Nicht, dass man im Sommer keinen Whisky trinken könnte - aber irgendwie klafft nach der Whisky-Fair in Limburg im April schon ein gewisses Sommerloch für Whisky-Treffen...

Nun ist es endlich wieder so weit beim Cöpenicker Whiskyherbst am 7. - 8. September in Berlin in der Freiheit 15.

Damit geht die Whisky-Sommerpause zuende und ich bin schon echt gespannt auf die diversen Seminare und Tastings der Abfüller und Destillerien (Details und Anmeldung sind etwas versteckt auf der Website unter "Die aktuellen Infos").

3. August 2007

Neue Whisky Umfrage gestartet

Bei welchen Gelegenheiten trinkt Ihr Euren Malt Whisky am liebsten?

30. Juli 2007

Springbank 21y - ist er mir 270,-€ wert?

Nach dem Umfrageergebnis konnte ich nicht anders und habe eine Flasche Springbank 21 Jahre (Original Abfüllung) geöffnet, die zuletzt auf einer Auktion für den erstaunlichen Betrag von 270 Euro den Besitzer gewechselt hatte.
Ich liebe diese Abfüllung, aber ich muss gestehen, 270 Euro würde ich dann doch nicht investieren – nur gut, dass ich noch einige Flaschen im Bestand habe.

Tasting Notes:

Springbank Original Abfüllung
21 Jahre
alt mit 46%vol.

Region: Campbeltown
Farbe: dunkler Bernstein
Aroma: etwas Rauch , Toffee, Rosinen (Sherry)
und etwas Eiche, die aber nicht dominiert
Geschmack: fruchtig (Aprikose), etwas Salz, Kokos, ein leichter Rauch im Hintergrund
Abgang: hält sehr lange an, Kokos, Salz und wird am Gaumen mit der Zeit leicht trockener mit einer angenehmen Eichennote

28. Juli 2007

Umfrageergebnis: Lieblings-Whisky ist über 150 Euro wert

Ich hätte nicht gedacht, dass das Limit so hoch liegt!

Meine Erwartung war eigentlich, dass die Mehrheit um oder unter 100 Euro bleibt.

Ich selbst gehöre zwar auch zur Kategorie "um die 200 €" - zum Beispiel für einen schönen 21 Jahre alten Original Springbank (der leider nicht mehr produziert wird) - dachte aber nicht, dass es noch so viele andere gibt, die ähnlich denken.

Vielleicht ist ja die Marketing-Strategie für den Johnnie Walker für 1000 LStg gar nicht so abwegig... ;-o

In einer Diskussion im Xing Malt Whisky-Club hieß es kürzlich, dass die Schmerzgrenze mit der Zeit steigt - je länger man sich mit Single Malt beschäftigt.

Aber was sind eigentlich die Gründe, warum man immer mehr auszugeben bereit ist?

  • Tieferes Verständnis für die Materie,

  • Seltenheit einer bestimmten Abfüllung,

  • besonderes Geschmackserlebnis

  • oder einfach, weil man sich zu einem besonderen Anlass etwas besonderes gönnen will?

    Was meint Ihr?

25. Juli 2007

Johnnie Walker für 1000 £ - das Glas !?

The Scotch Blog berichtet von einer Jubiläumsedition „Johnnie Walker 1805“, von der 200 Flaschen hergestellt worden sind, die nun zu 1000 Pfund Sterling – ca. 1500 Euro – pro dram (2 cl!) in einigen ausgewählten Bars ausgeschenkt werden.

Hieran sieht man wieder einmal, welchen Einfluss Marketing haben kann, da sich ohne Zweifel Opfer finden werden, die für diesen Vatted Malt so viel auszugeben bereit sind.

Denn wenn ich die Rechnung mache, wie aus 9 verschiedenen Malts, die alle mindestens 45 Jahre alt gewesen sein sollen noch 200 Flaschen mit 46,3 %vol herauskommen sollen, frage ich mich welche Reste da zusammengekommen sind…?

Das lässt doch meine aktuelle Umfrage in einem ganz neuen Licht erscheinen: Ist es mir tatsächlich der Whisky an sich wert, wegen seines Geschmacks, Aromas usw. oder hat mich einfach nur das Marketing drangekriegt…?


Links:

Artikel in The Scotsman

Kommentar in der Whisky Rumour Mill

23. Juli 2007

Whisky Degustation beim Tattoo in Basel

Als Begleitung zum Basel Military Tattoo hatte der Swiss Marketing Club Basel Agglo zu einem „Tattoo VIP Abend“ eingeladen, inklusive Whisky Degustation von The Whisky Chamber.


Etliche „Whisky Neulinge“ haben sich durch die unterschiedlichen Einzelfassabfüllungen - angefangen mit einem 10 Jahre alten Arran bis hin zu einem 28 Jahre alten Glen Spey - (ver)führen lassen.



Liebling des Abends war der Whisky von der Insel Arran mit seinem milden Frucht-Aroma und einer angenehmen Sherry-Note mit einer Spur Salz.

Aber auch der genaue Gegensatz - der wuchtige 28 Jahre alte Glen Spey - fand seine Anhänger.

Slainte

20. Juli 2007

Vanille und Schokolade im Whisky? Tasting Notes „Glen Spey“

Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und gerade bei Whisky-Tastings spürt mancher schon mal ganz unterschiedliche Aromen. Umso mehr freut es mich, wenn dann Claudio Bernasconi vom "Waldhaus am See", bekannt für seine Whisky-Sammlung und Bar, beim Verkosten des Glen Spey von "The Whisky Chamber" zu einer ähnlichen Beurteilung kommt.

Hier unsere zwei Tasting Notes im Vergleich - bin gespannt, was andere dazu meinen!


TWC Glen Spey

1977-2005 (28 years) 58,9%
Region: Speyside

Farbe: dunkel – tief rotbrauner Bernstein
Aroma: sehr floral mit vielen fruchtigen Noten - viel Kernobst, Rauch, etwas Rosine und Spuren von Vanille
Geschmack: Wärmend, Vanille im Hintergrund, etwas Schokolade und eine leichte Eichennote
Nachklang: Lang und sehr angenehm - im Abgang findet man noch einen Hauch von Malz

Und hier der Kommentar von Claudio Bernasconi:
„....
Schöne ausgewogene Vanille in der Nase, mit dunkler Schokolade, Röst- und Kaffeearomen,
mit Wasser gesellen sich Zitronengras, Melisse und Zimt hinzu.
Im Geschmack bleibt die elegante Vanillenote, mit einer feinen Malzsüsse.
Bei Zugabe von Wasser kommen Geschmäcker von Bittermandeln und frisch gewendetem Gras hinzu.
Im Ganzen ein sehr ausgewogener Whisky und trotz Fassstärke exzellent für jede Gelegenheit....“


Dies soll erst der Anfang zu einer Sammlung von Tasting Notes sein und ich hoffe, dass der ein oder andere Kommentar dazukommt :-)

14. Juli 2007

Ergebnisse der Whisky Geschmacksumfrage

Es war ein deutliches Votum für „Rauch und Torf“
– also Islay und Islands –
aber auch die „fruchtigen“ und „malzigen“ Whiskies waren mit jeweils 42% noch gut mit dabei (Highlands und Speyside). „Grasig“ (Grün) die typischen Lowlander haben es nach dieser Umfrage recht schwer – es sei denn sie gehören zu der Gruppe, wo man noch eine leichte Fruchtigkeit findet.

8. Juli 2007

Speyburn Flora & Fauna auf Auktion total durchgedreht!


Am Samstag ist die letzte Auktion von whiskyauction.com ausgelaufen und hatte für mich ein total durchgedrehtes Ergebnis für einen Speyburn 12 Jahre 43%vol. aus der Serie Flora & Fauna erzielt = 405,-€ !
(der im Jahre 2000 einmal 54,90 DM gekostet hat) – So richtig limitiert war er auch nicht.
Ist so ein Whisky wirklich über 400,-€ wert?

5. Juli 2007

Basel TATTOO 2007 - 17.-21. Juli


Die Vorbereitungen zum Basel Tattoo 2007 (17.-21. Juli) laufen auf Hochtouren.
2006 wurde das Tattoo (der kleine Tattoo Bruder zu dem großen Event in Edinburgh)
von 36.000 Zuschauern besucht – dieses Jahr sollen es noch mehr werden.
Über den „Swiss Marketing Club“ wird es am 20. Juli in der VIP Club Lounge eine exklusive Whisky-Degustation von „The Whisky Chamber“ geben – also das richtige Rahmenprogramm zu einem Military Tattoo.



Bild: copyright by Basel Tattoo

29. Juni 2007

Das Whisky Sparschwein

Wenn ich den Artikel "Fantasievolle Geldanlage" aus der aktuellen Zeitschrift "die-bank.de" richtig verstanden habe, muss ich jetzt immer 2 Flaschen Whisky kaufen und hoffen, dass die zweite Flasche irgendwann meine erste Flasche bezahlt - nur was mache ich wenn wir der Whisky zu gut schmeckt???

10. Juni 2007

Ein Whisky-Verein braucht auch eine eigene Abfüllung!

Ich muss schon sagen, der "Pinzgauer Whisky-Circle" macht keine halben Sachen:
Gerade mal seit Januar 2007 existiert der Verein von Whisky-Liebhabern und schon haben sie Ihre erste eigene Vereinsabfüllung bestehend aus

  • 28 Jahre altem 'Glen Spey'
  • 13-jährigem 'Cragganmore' mit Syrah Guigal Cóte Rotie Finish.
  • 13-jährigem Whisky von der Insel Skye
  • 7-jährigem Südküsten Dram
auf die Beine gestellt! Mehr dazu auf ihrer Vereinsseite "The Potstill".
Solche Initiative und Begeisterung erfreut doch den Whisky-Freund.

19. Mai 2007

Überraschungsfass von Arran

Man muss auch Glück haben: Ein Freund erzählte mir von jemandem, der sein 10 Jahre altes Fass Arran (Sherry Refill) verkaufen wollte, es aber selber noch nie probiert hat!


Da fragt man nicht lange, sondern schlägt zu, auch wenn es ein Überraschungs-Whisky ist (ich bin davon ausgegangen, dass Arran in den ersten 2 Jahren ihres Bestehens nicht beim Einsatz ihrer Materialien gegeizt hat – und ich sollte Recht behalten).

Zusammen mit Freunden haben wir sozusagen das „Überraschungs-Fass“ besucht und ein Sample ziehen lassen – zusammen mit Gordon Mitchel habe ich ihn dann zum ersten Mal probiert und es war eine absolut positive Überraschung! Der Whisky war jetzt schon viel besser, als ich es mir vorstellen konnte (zum Vergleich hatte ich vorher einen aktuellen 10jährigen Arran verkostet). Ich gebe ihm jetzt noch 1-2 Jahre und dann sollte er einen Punkt erreicht haben, wo ich ihn unbedingt auf einer Flasche haben möchte.

17. Mai 2007

Whyte and Mackay wird indisch

Und schon wieder gehen namhafte Destillerien (Dalmore, Fettercairn und Isle of Jura) an einen Großkonzern - gelesen unter "diepresse.com". Die kommenden großen Märkte, in diesem Fall Indien, scheinen sich ihre Whiskyreserven für die Zukunft zu sichern – werden wir in 10 Jahren noch guten und bezahlbaren Whisky in Europa kaufen können?